Bienenkunde

"Gesunde und starke Bienen für blühende Landschaften"

Bienenglück © MLUL; Offergeld Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e. V.

Das LIB hat das Ziel, Grundlagen auf allen Anwendungsgebieten der Bienenkunde zu schaffen. Im Vordergrund stehen Forschungsarbeiten zur Züchtung einschließlich künstlicher Besamung der Bienen, der Varroaresistenz, der allgemeinen Bienengesundheit, der Bestäubung und der Honigqualität. Zur Förderung der Verbraucheraufklärung werden Untersuchungen und Versuche auf dem Gebiet der Bienenwirtschaft durchgeführt.

Der Wissenstransfer in die imkerliche Praxis und in die Öffentlichkeit erfolgt u.a. über Vorträge, Informationsveranstaltungen und Veröffentlichungen durch das LIB. Dies betrifft auch die Politikberatung. In Kooperation mit den Verbänden gehört die Nachwuchswerbung für die Imkerschaft und die Schulung der Multiplikatoren ebenfalls zu den Aufgaben des LIB.

Alleinstellungsmerkmal

Das Länderinstitut für Bienenkunde verfügt im Bereich der Imker-Beratung, -Schulung und -Nachwuchswerbung für die Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Berlin über eine Alleinstellung und hat außerdem in fast allen seinen Forschungsbereichen eine überregionale bis internationale Alleinstellung.

Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf e. V.
Standort: 16540 Hohen Neuendorf, Friedrich-Engels-Str. 32
Gründungsjahr: 1992
Institutsleitung: Prof. Dr. Kaspar Bienefeld
Kennzahlen 2014 2015
Haushalt ( Mio €) 2,285 2,500
Förderanteil BB in € 611.375 711.600
Mitarbeiter 51 56
Ausbildung (Azubi, Praktikanten,Bachelor,Master,Dokoranden) 29 30

Weiterbildung/Lehrveranstaltungen/Tagungen

- Teilnehmer

37

923

30

764

Berufungen/Lehraufträge 2 2
Verbundvorhaben/Netzwerke 9 7
Veröffentlichungen 70 49
Quelle: MLUL, Referat 33

Website: www.honigbiene.de


Aktuelle Forschungsthemen:

SmartBees

Die Vielfalt der Bienenarten in Europa ist in Gefahr. Früher gab es zahlreiche Bienenrassen. Doch in den vergangenen Jahren hat sich die Situation dramatisch verändert. Einerseits verursacht eine aus Asien stammende Milbe (Varroa destructor) seit vielen Jahren hohe Verluste unter den Europäischen Bienenvölkern (Apis mellifera). Andererseits kommt es zu einer systematischen Verdrängung vieler Europäischer Bienenrassen durch zwei Rassen, die bereits seit einiger Zeit auf Leistung, ruhiges Verhalten und Krankheitsresistenz gezüchtet wurden.

Beide Ursachen reduzieren die genetische Vielfalt der Honigbienen in Europa und gefährden die nachhaltige, regional angepasste Bienenhaltung. Die Konsequenzen sind dramatisch für die Landwirtschaft. Dabei geht es nicht nur um weniger Honig oder Wachs. Die Bestäubungsleistung der Bienen hat einen enormen ökonomischen Wert. Um dem Bienensterben zu begegnen, kooperieren jetzt in dem mit sechs Millionen Euro von der Europäischen Kommission geförderten Projekt "SMARTBEES" Genetiker, Molekularbiologen, Parasitologen, Virologen, Immunologen, Kommunikationswissenschaftler, Mathematiker und Bienenspezialisten aus elf Ländern.

Koordiniert wird es von Prof. Dr. Kaspar Bienefeld. Er leitet die Abteilung Zucht und Genetik am Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf und ist Honorarprofessor am Albrecht Thaer Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

Letzte Aktualisierung: 07.06.2016