Spitzenplätze

„Einsatz-, Innovations- und Investitionsbereitschaft werden belohnt“

Spargelpflanzen © MLUL; OffergeldTrotz schwieriger natürlicher Bedingungen mit ertragsschwachen Böden und wenig Niederschlägen können Brandenburger Landwirte mit viel Einsatz-, Innovations- und Investitionsbereitschaft immer wieder Spitzenplätze im bundesweiten Vergleich erreichen. Dabei gilt es, die vorhandenen natürlichen Ressourcen schonend und mit modernster Technik zu nutzen.

Milch

Die auch in 2016 angespannte Lage auf dem Milchmarkt führte insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern zu einem starken Rückgang der Milchviehbetriebe. Auch der milchleistungsgeprüfte Kuhbestand in Berlin-Brandenburg reduzierte sich dramatisch um 7.433 Kühe.

Den Milcherzeugern werden mehrfach im Jahr einzelkuhbezogene Informationen für ihr Herdenmanagement zur Verfügung gestellt; insbesondere mit Aussagen zur Stoffwechselsituation und zum Eutergesundheitsstatus der Tiere. Das ermöglicht Rückschlüsse auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden der Tiere.   

Die durchschnittliche Milchleistung aller A und B-Kühe (146.689) stieg weiter auf 9.471 kg. Mit den erreichten Milchmengen- und FEK-Leistungen rangieren die Brandenburger MLP-Betriebe im Bundesvergleich im Spitzenbereich.

Es wird nach wie vor ein hochwertiges und gesundes Lebensmittel produziert und belegt das herausragende Niveau der Milchrindzucht in Brandenburg. Züchtung ist Nachhaltigkeit, denn was könnte es nachhaltigeres geben, als dafür zu sorgen, dass gute genetische Eigenschaften erhalten bleiben, weitergegeben sowie verbessert werden.

Durchschnittsleistungen aller MLP-Kühe 2016 nach MLP-Organisationen

Land bzw. Organisation

Veränderung zu 2015

MLP-Organisation  

Kühe1)

Milch

Fett

Eiweiß

Kühe1)

Milch

Fett

Eiweiß

(A+B)

kg

%

kg

%

kg

(A+B)

 kg

 kg

kg

Baden-Württemberg 

291.303

7.725

4,13

319

3,44

265

-1.122

+167

+8

+8

Bayern 

975.090

7.736

4,20

325

3,52

272

-978

-187

+12

+9

Berlin-Brandenburg 

146.689

9.471

4,02

381

3,39

321

-7.433

+46

+8

+4

Hessen 

125.063

8.455

4,09

346

3,41

288

-978

+227

+11

+11

Mecklenburg-Vorpommern

175.633

9.572

4,00

383

3,40

325

-7327

+178

+8

+7

Niedersachsen

776.219

9.022

4,07

367

3,39

306

+14.231

+112

+7

+3

Nordrhein-Westfalen

361.715

9.012

4,07

367

3,41

307

+4.212

+219

+9

+8

Rheinland-Pfalz-Saar

111.264

8.266

4,10

339

3,39

280

-2.563

+148

+6

+7

Sachsen 

181.005

9.566

4,06

388

3,42

327

-5.450

+218

+14

+11

Sachsen-Anhalt 

115.281

9.390

3,95

380

3,40

327

-6.310

+221

+11

+9

Schleswig-Holstein 

340.018

9.611

4,18

356

3,39

289

+2.021

-16

+2

-3

Thüringen 

105.917

9.685

4,02

389

3,43

332

-3.703

+180

+13

+10

Deutschland 2016

3.698.870

8.563

4,10

351

3,43

294

-14.400

+110

+7

+7

1) Durchschnittliche Kuhzahl für das Prüfjahr 01.10.2015 bis 30.09.2016.
Quelle: Deutscher Verband für Leistungsprüfungen e.V. (DLQ) Bonn

Roggen

Als Vorteile des Roggens sind unter anderem geringe spezifische Produktionskosten, seine Winterfestigkeit, die Anspruchslosigkeit an den Standort und die daraus resultierende Ertragssicherheit zu nennen. Von den Getreidearten bestätigt Winterroggen seine Stellung als ertragsstabilste Fruchtart in Brandenburg. Wie Beispiele zeigen ist für einen Standort mit der Ackerzahl 25 und bei den für das „roggenstärkste“ Bundesland Brandenburg typisch geringen Niederschlägen von ca. 550 mm - trotz des vergleichsweise niedrigen Preises - die wirtschaftlichste Getreideart. Aufgrund der jährlich schwankenden Erzeugerpreise aller Marktfrüchte kann sich die Rangfolge der Wirtschaftlichkeit in jedem Jahr anders darstellen. Rund zehn Prozent werden in Berlin oder Brandenburg zur Veredelung verarbeitet. 2016 nahm der Anbau von Roggen rund 30 Prozent der deutschlandweiten Fläche ein.

Roggen und Wintermenggetreideanbauflächen nach Ländern 1)

Länder

2016

2015

2014

2013

2012

2011

2010

in 1.000 ha

Baden-Württemberg

9,3

10,2

10,0

12,8

13,9

9,7

10,6

Bayern 

35,4

35,4

41,9

53,8

49,3

39,3

40,4

Brandenburg 

175,8

 187,0

184,5 

236,9

210,4 

193,9 

198,6

Hessen 

14,8

13,9

15,1

19,7

18,1

14,1

14,3

Mecklenburg-Vorpommern 

55,6

60,9

64,7

92,2

82,2

70,5

62,8

Niedersachsen

121,4

135,1

135,6

151,4

133,3

113,4

120,6

Nordrhein-Westfalen 

16,6

16,6

18,2

21,8

18,2

17,6

16,1

Rheinland-Pfalz 

8,9

10,1

10,7

15,3

12,9

10,9

11,2

Saarland 

3,0

2,9

2,9

3,6

3,7

3,2

3,5

Sachsen 

27,5

33,4

35,2

44,1

41,1

34,7

38,1

Sachsen-Anhalt

67,5

72,5

77,7

90,5

85,7

75,4

78,1

Schleswig-Holstein 

27,0

27,6

27,8

26,5

26,1

19,1

20,4

Thüringen

7,4

9,4

10,9

14,9

12,9

11,2

11,7

Deutschland

570,9

616,0

636,3

784,6

708,5

13,7

627,1

1 Vergleichbarkeit zu den Vorjahren bei den Getreidepositionen eingeschränkt.
Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Besondere Ernte- und Qualitätsermittlungen (Reihe Daten-Analysen); Statistisches Bundesamt: Wachstum und Ernte - Feldfrüchte - 2016

Körnersonnenblumen

In keinem anderen Bundesland wird mehr Körnersonnenblumen angebaut als in Brandenburg. (2016: 9.500 ha). Diese Fläche entspricht fast 57 Prozent der gesamten Körnersonnenblumen-Anbaufläche Deutschlands und 53 Prozent der Gesamternte Deutschlands. Biomassesonnenblumen ergänzen das Anbauspektrum der Energiepflanzen für Biogasanlagen. Da schnell erwärmbare Böden mit Temperaturen größer 8 °Celsius einen zügigen und einheitlichen Auflauf der Sonnenblumen gewährleisten, sind bei ausreichendem Wasserangebot in der Vegetation Brandenburger Standorte durchaus gut geeignet, was auf den leichten Böden bei Körnersonnenblumen vor allem auch auf die Wettbewerbsfähigkeit zum Rapsanbau zurückzuführen ist.                       

  

Feldfrüchte: Ernte Ölfrüchte Sonnenblumen 2014, 2015 und 2016

  
  

Land 

  
  

Jahr

  
  

Anbaufläche

  
  

Ertrag je ha

  
  

Erntemenge 

  
  

1 000 ha

  
  

dt

  
  

1 000 t

  

Deutschland

2014

 20,0

 23,0

 46,0

2015

 18,4

 19,2

 35,3

2016

16,7

21,4

35,7

Baden-Württemberg

2014

 /

 /

 /

2015

0,4

 /

 /

2016

0,5

/

/

Bayern

2014

 /

 34,3

 /

2015

 /

 25,4

 /

2016

1,3

27,5

3,7

Berlin

2014

 0,0

.

.

2015

 0,0

.

.

2016

.

/

/

Brandenburg

2014

 12,1

 20,4

 24,6

2015

 10,4

 17,6

 18,3

2016

9,5

19,9

18,8

Bremen

2014

 –

 –

 –

2015

 –

 –

 –

2016

Hamburg

2014

 –

 –

 –

2015

 –

 –

 –

2016

.

/

/

Hessen

2014

 0,0

.

.

2015

 0,0

.

.

2016

0,1

/

/

Mecklenburg-Vorpommern

2014

 0,4

 13,9

 0,6

2015

 0,6

 7,4

 0,4

2016

0,4

17,3

0,8

Niedersachsen

2014

0,1

.

.

2015

 /

.

 /

2016

0,1

/

/

Nordrhein-Westfalen

2014

 /

 37,8

 /

2015

 /

 40,5

 /

2016

0,0

31,7

0,1

Rheinland-Pfalz

2014

 /

 29,4

 /

2015

0,5

 28,8

1,4

2016

0,3

/

/

Saarland

2014

 0,0

 25,3

 0,0

2015

 0,0

 23,1

 0,0

2016

.

23,0

.

Sachsen

2014

 1,8

 23,2

 4,2

2015

 1,5

 20,5

 3,1

2016

1,2

23,8

2,9

Sachsen-Anhalt

2014

 2,4

 26,4

 6,3

2015

 2,1

 17,9

 3,7

2016

2,5

19,9

5,0

Schleswig-Holstein

2014

 /

.

 /

2015

 /

.

 /

2016

0,0

/

/

Thüringen

2014

 0,7

 29,3

 2,0

2015

 0,8

 28,0

 2,2

2016

0,7

25,8

1,8

Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, R 3.2.1: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei/ Wachstum und Ernte - Feldfrüchte - 2016

Süßlupine

Der Anbau der Lupinen ist im Gegensatz zu den anderen Körnerleguminosen sehr stark regional konzentriert, und zwar in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Es sind dies die Regionen mit hohem Anteil an Sandböden mit niedrigem pH-Wert, an die die Lupinenarten besonders gut angepasst sind. Ursprünglich wurde dort überwiegend die Gelbe Lupine angebaut. Bedingt durch ihre hohe Anfälligkeit für Anthraknose ist die Gelblupine aber heute fast vollständig durch bitterstoffarme Sorten der Blauen Lupine ersetzt worden. Das hohe Ertragspotenzial der Blauen Lupine, die unkomplizierte Anbautechnologie und die vielseitige Anpassungsfähigkeit an Boden und Klima werden dieser neuen Kulturpflanze in Deutschland weitere Anbaugebiete erschließen. Wegen des hohen Eiweißgehaltes eignen sich die Samen der Lupinen gut zur Proteinergänzung in Mischfuttermitteln für monogastrische Nutztiere (Schweine und Geflügel) und Wiederkäuer. Der Eiweißgehalt ist abhängig von der Art, der Sorte, dem Standort und dem Erntejahr. Selbst bei der gleichen Sorte kann der Gehalt in einem Anbaujahr standortbedingt um bis zu 8 Prozentpunkte schwanken. Im Gegensatz zu den anderen großkörnigen Le12 guminosen Ackerbohne und Erbse enthalten Lupinen wenig Stärke und verdrängen somit kein preiswertes Getreide aus den Futtermischungen. In Brandenburg waren 2016 rund 45 Prozent der deutschlandweiten Anbaufläche zu finden. Rund 35 Prozent der Gesamternte Deutschlands wurde hier geerntet. Brandenburg ist auch das einzige Bundesland, in dem beim Anbau der großkörnigen Leguminosen die Süßlupinen dominieren.

Feldfrüchte: Ernte Grünland (Hülsenfrüchte) Süßlupine 2014, 2015 und 2016

Land 

Jahr     

Anbaufläche

Ertrag je ha  

Erntemenge

1 000 ha

dt

1 000 t

Deutschland

2014

 21,4

 19,0

 40,8

2015

 29,6

 12,9

 38,3

2016

28,6

17,5

50,0

Baden-Württemberg

2014

 /

 /

 /

2015

 /

 /

 /

2016

0,1

/

/

Bayern

2014

 /

 36,6

 /

2015

 /

 24,6

 /

2016

0,5

25,7

1,2

Berlin

2014

2015

2016

.

/

/

Brandenburg

2014

 10,7

 17,5

 18,8

2015

 14,3

 9,6

 13,7

2016

12,9

13,7

17,7

Bremen

2014

2015

2016

Hamburg

2014

 0,0

.

.

2015

 0,0

.

.

2016

.

/

/

Hessen

2014

 /

38,2

 /

2015

0,3

(33,6)

1,0

2016

0,3

/

/

Mecklenburg-Vorpommern

2014

 2,8

 15,2

 4,3

2015

 5,2

 18,0

 9,4

2016

6,2

20,8

12,9

Niedersachsen

2014

0,7

.

.

2015

0,8

 21,6

1,7

2016

0,7

27,5

1,8

Nordrhein-Westfalen

2014

 0,1

 28,0

 0,2

2015

 /

 31,7

 /

2016

0,2

33,6

0,7

Rheinland-Pfalz

2014

 /

 /

 /

2015

 /

 /

 /

2016

.

/

/

Saarland

2014

 0,0

 21,0

 0,0

2015

 0,0

 14,0

 0,0

2016

.

15,3

.

Sachsen

2014

 0,8

 19,0

 1,6

2015

 1,0

 15,9

 1,6

2016

1,2

21,2

2,5

Sachsen-Anhalt

2014

 5,0

 19,3

 9,6

2015

 6,3

 11,5

 7,3

2016

5,3

18,4

9,8

Schleswig-Holstein

2014

 /

.

 /

2015

0,1

.

.

2016

0,2

/

/

Thüringen

2014

 0,5

 20,1

 1,0

2015

 0,9

 20,5

 1,8

2016

0,8

22,4

1,8

                               

Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, R 3.2.1 : Land- und Forstwirtschaft, Fischerei / Wachstum und Ernte - Feldfrüchte - 2016

Spargel

Die größten Anbauflächen für Spargel im Ertrag befinden sich in Niedersachsen (4.929 Hektar), Nordrhein-Westfalen (3.725 Hektar) und Brandenburg (3.345 Hektar). Bayern hat hier aufgeschlossen (3.088 Hektar). Die "ersten" drei Bundesländer verfügen über mehr als die Hälfte der gesamten deutschen Spargelfläche (2016).

Obst, Gemüse, Gartenbau
Betriebe, Ernteflächen und -mengen von Spargel 2015 und 2016
Land Spargel im Ertrag
Betriebe Fläche Erntemenge
Zahl in ha in Tonnen
2015 2016 2015 2016 2015 2016
Deutschland 1.869  1.853 20.594  22.2740 113.613  120.015
Baden-Württemberg 292  301 2.217  2.307 10.993 10.947 
Bayern 343  363 2.670  3.088 18.402 19.495 
Brandenburg 115  92 2.861  3.345 15.346 19.565 
Hamburg -  - -  - -
Hessen 137  144 1.780  1.877 10.095 10.420 
Mecklenburg-Vorpommern 21 19  219 219  811 917 
Niedersachsen 377 345  4.643  4.929 25.253 26.465 
Nordrhein-Westfalen 304 306  3.453  3.725 18.023 18.174 
Rheinland-Pfalz 137 142  1.125  1.180 6.575 5.801 
Saarland 5 43 47  236 205 
Sachsen 21  22 254 237  1.051 924 
Sachsen-Anhalt 51 44  616 607  2.818 2.956 
Schleswig-Holstein 50  53 385  400 1.637 1.750 
Thüringen 17 17  327  315 2.434 2.396 
Quelle: Statistisches Bundesamt, Gemüseerhebung, Fachserie 3, Reihe 3.1.3 2015/2016
( - ) = Nichts vorhanden

Gurken

Bundesweit liegt Brandenburg im Anbau von Einlegegurken hinter Bayern auf Platz 2. Einlegegurken sind nach dem Spargel insbesondere im Wirtschaftsraum Spreewald unverändert eine der wichtigsten Kulturen im Gemüseanbau des Landes. Aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse schwanken die Anbauergebnisse auch in beträchtlichen Größenordnungen. Gurken unter Glas Anbau sind sichere Ausweich-Varianten. Die Auswahl geeigneter Sorten ist ebenfalls entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Kultur.

In Brandenburg wachsen auch die meisten Freilandsalatgurken Deutschlands, das sind mit rund 80 Hektar fast 60 Prozent der deutschen Anbaufläche.

Gurkenanbau im Freiland mit Erntemengen mit Anbauflächen
Gemüseart Durchschnitt   2007 - 2012 2012¹ 2013¹ 2014¹ 2015¹ 2016¹ Veränderung 2016 gegenüber 2015 Durchschnitt 2007 - 2012 2012¹ 2013¹ 2014¹ 2015¹ 2016¹ Veränderung 2016 gegenüber 2015 
Tonnen Prozent  Hektar Prozent
Einlegegurken  46.694  52.351  41.218 39.558 37.072 32.147 -13,3 687,1 758,3 685,9 559,4 549,1 500,6 -8,8
Salatgurken   4.851  3.078  3.769 1.982 3.048 2.913 -4,3 137,8 72,3 120,9 60,7 88,2 76,5 -13,3
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (AfS), Gemüseerhebung
1 eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahren aufgrund methodischer Veränderungen (siehe Vorbemerkungen)

Sanddorn

Brandenburg und Berlin mit den Partnern in Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt gehören in der weltweiten Sanddornverarbeitung zu den meistbesuchten Ländern. Aus aller Welt kommen Experten hierher, um sich über den neuesten Stand in Sachen Züchtung, Anbau, Ernte und Verarbeitung auszutauschen. Nirgendwo in Europa wird heute mit über 350 Hektar so viel Sanddorn angebaut wie in Brandenburg. Im Laufe der Jahre haben sich hier Sanddornspezialisten in Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu einem einzigartigen Netzwerk zusammengefunden. Vom Anbau bis zum marktreifen Produkt werden alle Facetten der Wertschöpfungskette in unserer Region abgedeckt. Gerade die Erfahrungen im Plantagenanbau und bei Produktinnovationen sind für viele Sanddorn-Anbauer aus anderen Ländern von großem Interesse.

Betriebe mit Sanddornanbau 2016 nach Anbaufläche, Hektarertrag, Erntemenge, Strauchbeerenart und Art der Bewirtschaftung
     Betriebe Anbaufläche Ertrag je ha Erntemenge
Anzahl ha dt
Deutschland    Sanddorn   (abgeerntet)                                     17 289,70  19,8 5.728
   Sanddorn (nicht abgeerntet)    26 436,86 X X
Brandenburg    Sanddorn   (abgeerntet)                                    6 164,9 20,6 3.390
   Sanddorn (nicht abgeerntet)   11  187,45 X X
Statistisches Bundesamt, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Strauchbeerenanbau und -ernte 2016 (Fachserie 3 Reihe  3.1.9)

Aroniabeeren

Neben Sanddorn ist Aronia – auch als Apfelbeere bekannt – im Kommen. Aronia gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Durch Züchtung wurden verschiedene Kultursorten der Aronia entwickelt. Die Kultursorten haben meist größere Beeren, die weniger Gerbsäure enthalten und wesentlich milder schmecken. Brandenburg verfügt mit fast 160 Hektar hinter Sachsen über die größte Anbaufläche Deutschlands.

Die von Aronia entwickelten Flavonoide gelten als hochwirksame Radikalfänger. Freie Radikale wiederum gelten als Auslöser zahlreicher Krebserkrankungen sowie Arteriosklerose und der Alzheimer Krankheit.

Die Beeren enthalten weiterhin zahlreiche Vitamine: B1, B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5, B6, B7, B9 (Folsäure) und B12. Der Anteil der fettlöslichen Vitamine in Aronia besteht aus Vitamin A, Vitamin E und Vitamin K sowie dem Provitamin A. An Mineralien sind vor allem Eisen und Jod zu nennen.

Das ebenfalls enthaltene Phenol ist ein hochwirksamer Inhaltsstoff zur Entgiftung des Körpers. Er hat die Eigenschaft, aggressive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle an sich zu binden, weshalb beispielsweise in der Fachliteratur bei Belastungen durch Metalle (zum Beispiel Blei, Quecksilber, Amalgam) Phenol-Zugaben empfohlen werden.

Betriebe mit Aroniabeerenanbau 2016 nach Anbaufläche, Hektarertrag und Erntemenge
Bundesland Betriebe Anbaufläche Ertrag je ha Erntemenge
Bremen . . . .
Hamburg . . . .
Berlin . . . .
Saarland . . . .
Schleswig Holstein  2 . . .
Thüringen  2 . . .
Sachsen  15  167,49  25,3 4.232
Rheinland Pfalz . . . .
Sachsen Anhalt  5  14,57 . .
Hessen  8  33,74  17,3  584
Mecklenburg Vorpommern  3  1,69 . .
Brandenburg  6  156,33  15,5 2.422
Nordrhein-Westfalen  8  1,36  16,8  23
Baden-Württemberg  15  19,25  8,4  162
Niedersachsen  11  22,00  8,1  178
Bayern  20  121,86  23,5 2.860
Deutschland  99  556,35  20,0 11.112

. Zahlenwert unbekannt oder geheimzuhalten
© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2017, Strauchbeerenanbau und -ernte 2016

Kulturheidelbeeren

Kulturheidelbeeren haben helles Fruchtfleisch. Nur die feste Schale ist blau. Sie sind größer als Waldheidelbeeren, süßer und haben nur wenige Kerne. Kulturheidelbeeren stellen jedoch die gleichen Ansprüche an Boden und Witterung wie die Waldheidelbeeren. Sie gedeihen nur auf lockeren, sauren, nährstoffarmen Sand- oder Moorböden und brauchen viel Sonne. Die Beeren sind nicht nur gut haltbar, vielseitig verwendbar und sehr schmackhaft, sie verfügen auch über sehr viele gesundheitsfördernde Eigenschaften und sind zudem noch kalorienarm und vitaminreich.

Brandenburg hat sich mit rund 240 Hektar im Anbau 2016 auf den 3. Rang "vorgearbeitet". Nur Niedersachsen verfügt über wesentlich mehr Fläche und bringt fast 74.000 Dezitonnen auf den Markt. 

Betriebe mit Anbau von Kulturheidelbeeren 2016
Bundesland Betriebe Anbaufläche Ertrag je ha Erntemenge
Anzahl ha dt dt
Deutschland 440 2.714,34 39,5 107.100
Baden-Wüttemberg 87 74,44 37,2 2.769
Bayern 58 158,86 29,9 4.758
Brandenburg 20 239,36 30,4 7.279
Hessen 7 38,40 . .
Mecklenburg-Vorpommern 5 31,01 19,6 420
Niedersachsen 165 1.814,24 40,8 73.934
Nordrhein-Westfalen 50 246,72 44,8 11.056
Rheinland-Pfalz 7 5,36 41,8 224
Sachsen 15 31,27 24,2 757
Sachsen-Anhalt 8 10,28 45 462
Schleswig-Holstein 17 63,60 26,5 1.683
Thüringen nicht sinnvoll nicht sinnvoll nicht sinnvoll nicht sinnvoll

© Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2017, Strauchbeerenanbau und -ernte 2016

Letzte Aktualisierung: 18.07.2017