Düngemittel

„Verhältnismäßigkeit wahren“

Organischer Wirtschaftsdünger © MLUL; Offergeld Die Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen und die nachhaltige Sicherung der Bodenfruchtbarkeit sind zentrale fachliche Aufgaben der pflanzenbaulichen Produktion. Ziel ist es, ökonomisch optimale Erträge zu erreichen sowie die erforderlichen Qualitäten der angebauten Kulturen zu sichern. Dabei rückt ein sparsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen sowie der Schutz unserer Umwelt vor unerwünschten Einträgen immer mehr in den Fokus.

Wirtschaftsdünger, Ernterückstände, Stroh und andere Nebenprodukte, die in der landwirtschaftlichen Produktion anfallen, sollten im Sinne der Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe vorrangig im Landwirtschaftsbetrieb oder zumindest ortsnah zur Nährstoffversorgung der Pflanzen eingesetzt werden. Der darüber hinaus zusätzliche Düngebedarf ist auf der Grundlage einer Düngebedarfsplanung mit mineralischen und organischen Düngemitteln auszugleichen.

Die Agrarwirtschaft im Land Brandenburg zeigt im Bereich zusätzlichen Düngebedarfes aus Handelsdünger für Kali und Kalk weiter deutliche Reduzierungstendenzen. Im Bereich stickstoffhaltiger Düngemittel blieb der Ansatz im Wirtschaftsjahr 2016/2017 ungefähr gleich, wogegen phosphathaltige Düngemittel deutlich weniger ergänzend eingekauft wurden.

(Der Kauf von Handelsdünger schwankt allein deshalb schon, da der Preis wegen des hohen Energiebedarfes bei der Produktion stark an den Ölpreis gekoppelt ist und die Landwirte bei günstigen Preisen auf Vorrat kaufen.)

Inlandsabsatz nach Ländern und Sorten 2016/2017
LAND Stickstoffhaltige Düngemittel Phosphathaltige Düngemittel Kalihaltige Düngemittel Kalk
2016 / 2017 Insgesamt in Tonnen % von    Deutschland Insgesamt in Tonnen % von    Deutschland Insgesamt in Tonnen % von    Deutschland Insgesamt in Tonnen % von    Deutschland
Baden-Württemberg 104.920 6,3 19.556 8,5 23.199 5,4 81.348 3,0
Bayern 220.757 13,3 42.280 18,3 56.669 13,2 392.601 14,7
Berlin 281 0,0 540 0,2 6.532 1,5 9.438 0,4
Brandenburg 86.536 5,2 7.716 3,3 11.530 2,7 181.256 6,8
2015 / 2016 86.538 5,1 9.544 3,3 14.302 3,6 185.383 7,6
2014 / 2015 89.292 4,9 7.666 2,5 17.071 3,7 236.569 8,6
2013 / 2014 71.971 4,3 6.675 2,4 16.331 3,6 252.065 8,8
2012 / 2013 75.963 4,6 8.597 3,0 17.149 4,1 222.302 8,8
2011 / 2012 68.405 4,2 8.613 3,5 14.509 3,8 205.748 8,6
2008 / 2009 63.529 4,1 3.804 2,2 5.042 2,8 142.385 6,4
Bremen 5.730 0,3 2 0,0 91 0,0 1.710 0,1
Hamburg 9.935 0,6 3.085 1,3 4.930 1,1 1.083 0,0
Hessen 102.343 6,2 6.761 2,9 39.480 9,2 89.954 3,4
Mecklenburg-Vorpommern 161.517 9,7 22.577 9,8 35.975 8,4 153.067 5,7
Niedersachsen 294.994 17,8 37.162 16,1 93.525 21,7 537.060 20,1
Nordrhein-Westfalen 153.954 9,3 11.469 5,0 44.166 10,3 333.973 12,5
Rheinland-Pfalz 50.778 3,1 8.645 3,7 15.811 3,7 56.182 2,1
Saarland 2.525 0,2 360 0,2 363 0,1 4.365 0,2
Sachsen 96.221 5,8 17.715 7,7 17.393 4,0 259.388 9,7
Sachsen-Anhalt 134.473 8,1 16.895 7,3 26.588 6,2 250.666 9,4
Schleswig-Holstein 179.791 10,8 31.204 13,5 48.720 11,3 261.794 9,8
Thüringen 54.355 3,3 5.112 2,2 5.108 1,2 59.181 2,2
Deutschland 1.658.837 100,0 231.079 100,0 430.080 100,0 2.673.066 100,0
 
In dieser Veröffentlichung wird der Inlandsabsatz von stickstoff-, phosphat-, kali- und kalkhaltigen Düngemitteln dargestellt. Es handelt sich dabei um Lieferungen der Produzenten und Importeure an Absatzorganisationen oder Endverbraucher. Diese Mengen sind nicht mit dem tatsächlichen Verbrauch in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau identisch. Inlandsabsatz und tatsächlicher Verbrauch weichen z.B. durch Lagerhaltung  voneinander ab. Außerdem kann der Abastz in anderen Bundesländern erfolgen, wenn Absatzorganisationen die Düngemittel an die Endverbraucher liefern.
Als Berichtsjahr gilt das Wirtschaftsjahr, das am 1. Juli beginnt und am 30. Juni des folgenden Jahres endet.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 4 Reihe 8.2 
Letzte Aktualisierung: 23.03.2018