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Natürliche Bedingungen

Ackerboden
© Ingo Offergeld/MLUK
Ackerboden
© Ingo Offergeld/MLUK

Die Herausforderungen der brandenburgischen Streusandbüchse

Die gegenwärtige Agrarstruktur in Brandenburg hat ihre Wurzeln bereits in der Ausdehnung des deutschen Siedlungsgebiets im 11. und 13. Jahrhundert. Schon zu dieser Zeit waren große Güter östlich der Elbe nötig, um im Land der leichten Böden mit geringer Bodenfruchtbarkeit entsprechende Erträge zu erzielen. Bis in die heutige Zeit bilden die natürlichen Bedingungen mit ertragsschwachen, oft sandigen Böden sowie den regionalen Klimafaktoren den Produktionsrahmen für unternehmerisches Handeln in der Landwirtschaft. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, wurde in Brandenburg 2020 eine durchschnittliche Temperatur von 10,8 Grad Celsius (Vierjähriges Mittel mit 8,7 Grad Celsius) gemessen. Berlin erreichte 11,4 Grad Celsius (Vierjähriges Mittel mit 9,1 Grad Celsius) und war sogar mit Abstand das wärmste Bundesland in Deutschland. In Brandenburg gab es nur rund 499 Liter/Quadratmeter Niederschlag (Vierjähriges Mittel 557 Liter/Quadratmeter). Zudem führen Frostereignisse, Frühsommertrockenheit und die Zunahme von Extremwetterereignissen (zum Beispiel Starkregen/Hagel) erschwerend zu einem deutlich erhöhten Produktionsrisiko.

Rund 80 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Brandenburgs gilt seit 2018 als benachteiligt.

Die gegenwärtige Agrarstruktur in Brandenburg hat ihre Wurzeln bereits in der Ausdehnung des deutschen Siedlungsgebiets im 11. und 13. Jahrhundert. Schon zu dieser Zeit waren große Güter östlich der Elbe nötig, um im Land der leichten Böden mit geringer Bodenfruchtbarkeit entsprechende Erträge zu erzielen. Bis in die heutige Zeit bilden die natürlichen Bedingungen mit ertragsschwachen, oft sandigen Böden sowie den regionalen Klimafaktoren den Produktionsrahmen für unternehmerisches Handeln in der Landwirtschaft. Wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte, wurde in Brandenburg 2020 eine durchschnittliche Temperatur von 10,8 Grad Celsius (Vierjähriges Mittel mit 8,7 Grad Celsius) gemessen. Berlin erreichte 11,4 Grad Celsius (Vierjähriges Mittel mit 9,1 Grad Celsius) und war sogar mit Abstand das wärmste Bundesland in Deutschland. In Brandenburg gab es nur rund 499 Liter/Quadratmeter Niederschlag (Vierjähriges Mittel 557 Liter/Quadratmeter). Zudem führen Frostereignisse, Frühsommertrockenheit und die Zunahme von Extremwetterereignissen (zum Beispiel Starkregen/Hagel) erschwerend zu einem deutlich erhöhten Produktionsrisiko.

Rund 80 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Brandenburgs gilt seit 2018 als benachteiligt.


Witterung und Bewässerung

Hinzu kommen die Witterungsextreme der letzten Jahre, wie Hochwasser oder langanhaltende Dürre. Gemäß Statistischem Bundesamt (Agrarstrukturerhebung 2016 - Bewässerung in landwirtschaftlichen Betrieben) bestand 2015 für nur 420 Betriebe auf 39.300 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (Freilandflächen) überhaupt die Möglichkeit zur Bewässerung. 2015 nutzten sie rund 390 Betriebe auf 24.400 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF), entweder vornehmlich über Beregnungsanlagen oder Tropfbewässerung. Die bewässerte Fläche betrug 5,4 Prozent der bundesweit bewässerten Fläche. Mit der Agrarstrukturerhebung 2020 liegen nunmehr Vergleichszahlen für 2019 vor.

Landwirtschaftliche Betriebe mit Bewässerungsmöglichkeit auf Freilandflächen - ohne Frostschutzberegnung - und bewässerte Fläche 2019 nach Größenklassen der landwirtschaftlichen Fläche (LF) 2020    
Land Brandenburg Möglichkeit zur Bewässerung 2019   Tatsächliche Bewässerung 2019 
Landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020 von … bis unter … Hektar Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) insgesamt Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) auf der Bewässerung möglich gewesen wäre 1 Betriebe bewässerte Landwirtschaft genutzte Fläche (LF) 1
Merkmal Anzahl Hektar Hektar Anzahl Hektar
          unter     5   69 151 113 64 93
      5     -        10   36 253 142 31 72
     10    -        20   62 897 474 57 293
     20    -        50   51 1.643 701 45 536
     50    -      100   25 1.788 507 24 342
   100    -      200   28 3.807 876 24 634
   200    -      500   61 21.289 8.634 50 5.183
   500    -   1 000   56 41.444 13.463 50 8.860
  1 000    und mehr   68 122.075 24.708 62 16.036
          Insgesamt   456 193.348 49.619 407 32.048

1 Ohne Frostschutzberegnung sowie ohne Kulturen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (einschl. Gewächshäuser) und ohne Haus- und Nutzgärten.

Quelle: Statistisches Bundesamt: Agrarstrukturerhebung 2020, Bewässerung in landwirtschaftlichen Betrieben / Landwirtschaftszählung

Benachteiligte Gebiete und Ausgleichzulage (AGZ)

Die benachteiligten Gebiete werden nach Vorgaben der Europäischen Union abgegrenzt. Damit derartige Landwirtschaftsflächen nicht brach fallen und weiter bewirtschaftet werden, gewährt das Land Brandenburg eine Beihilfe, die sogenannte Ausgleichszulage (AGZ). Diese eindeutige Entscheidung zeigt den politischen Willen der Landesregierung eine flächendeckende Landwirtschaft in Brandenburg zu sichern und zu stärken.

Witterung und Bewässerung

Hinzu kommen die Witterungsextreme der letzten Jahre, wie Hochwasser oder langanhaltende Dürre. Gemäß Statistischem Bundesamt (Agrarstrukturerhebung 2016 - Bewässerung in landwirtschaftlichen Betrieben) bestand 2015 für nur 420 Betriebe auf 39.300 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (Freilandflächen) überhaupt die Möglichkeit zur Bewässerung. 2015 nutzten sie rund 390 Betriebe auf 24.400 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF), entweder vornehmlich über Beregnungsanlagen oder Tropfbewässerung. Die bewässerte Fläche betrug 5,4 Prozent der bundesweit bewässerten Fläche. Mit der Agrarstrukturerhebung 2020 liegen nunmehr Vergleichszahlen für 2019 vor.

Landwirtschaftliche Betriebe mit Bewässerungsmöglichkeit auf Freilandflächen - ohne Frostschutzberegnung - und bewässerte Fläche 2019 nach Größenklassen der landwirtschaftlichen Fläche (LF) 2020    
Land Brandenburg Möglichkeit zur Bewässerung 2019   Tatsächliche Bewässerung 2019 
Landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020 von … bis unter … Hektar Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) insgesamt Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) auf der Bewässerung möglich gewesen wäre 1 Betriebe bewässerte Landwirtschaft genutzte Fläche (LF) 1
Merkmal Anzahl Hektar Hektar Anzahl Hektar
          unter     5   69 151 113 64 93
      5     -        10   36 253 142 31 72
     10    -        20   62 897 474 57 293
     20    -        50   51 1.643 701 45 536
     50    -      100   25 1.788 507 24 342
   100    -      200   28 3.807 876 24 634
   200    -      500   61 21.289 8.634 50 5.183
   500    -   1 000   56 41.444 13.463 50 8.860
  1 000    und mehr   68 122.075 24.708 62 16.036
          Insgesamt   456 193.348 49.619 407 32.048

1 Ohne Frostschutzberegnung sowie ohne Kulturen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (einschl. Gewächshäuser) und ohne Haus- und Nutzgärten.

Quelle: Statistisches Bundesamt: Agrarstrukturerhebung 2020, Bewässerung in landwirtschaftlichen Betrieben / Landwirtschaftszählung

Benachteiligte Gebiete und Ausgleichzulage (AGZ)

Die benachteiligten Gebiete werden nach Vorgaben der Europäischen Union abgegrenzt. Damit derartige Landwirtschaftsflächen nicht brach fallen und weiter bewirtschaftet werden, gewährt das Land Brandenburg eine Beihilfe, die sogenannte Ausgleichszulage (AGZ). Diese eindeutige Entscheidung zeigt den politischen Willen der Landesregierung eine flächendeckende Landwirtschaft in Brandenburg zu sichern und zu stärken.

Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen in benachteiligten Gebieten (AGZ) des Landes Brandenburgs im Antragsjahr 2020
Landkreis bewilligte Anträge Auszahlung Förderfläche
Einheit Anzahl Euro Hektar
Barnim 171 922.641 36.981
Dahme-Spreewald 245 1.644.221 65.785
Elbe-Elster 256 1.988.987 79.770
Havelland 252 1.742.000 69.733
Märkisch-Oderland 261 1.534.666 61.530
Oberhavel 292 1.584.861 63.424
Oberspreewald-Lausitz 129 809.450 32.509
Oder-Spree 283 1.898.639 76.234
Ostprignitz-Ruppin 365 2.793.514 112.268
Potsdam-Mittelmark 402 2.545.888 101.945
Prignitz 399 2.681.946 107.379
Spree-Neiße 217 1.184.259 47.372
Teltow-Flämimg 199 1.546.244 61.893
Uckermark 236 1.517.957 60.823
Land Brandenburg Summe 3.707 24.395.273 977.646
Quelle: LELF; April 2021 / MLUK, Richtlinie zur Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen in benachteiligten Gebieten (AGZ)

Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen in benachteiligten Gebieten (AGZ) des Landes Brandenburgs im Antragsjahr 2020
Landkreis bewilligte Anträge Auszahlung Förderfläche
Einheit Anzahl Euro Hektar
Barnim 171 922.641 36.981
Dahme-Spreewald 245 1.644.221 65.785
Elbe-Elster 256 1.988.987 79.770
Havelland 252 1.742.000 69.733
Märkisch-Oderland 261 1.534.666 61.530
Oberhavel 292 1.584.861 63.424
Oberspreewald-Lausitz 129 809.450 32.509
Oder-Spree 283 1.898.639 76.234
Ostprignitz-Ruppin 365 2.793.514 112.268
Potsdam-Mittelmark 402 2.545.888 101.945
Prignitz 399 2.681.946 107.379
Spree-Neiße 217 1.184.259 47.372
Teltow-Flämimg 199 1.546.244 61.893
Uckermark 236 1.517.957 60.823
Land Brandenburg Summe 3.707 24.395.273 977.646
Quelle: LELF; April 2021 / MLUK, Richtlinie zur Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen in benachteiligten Gebieten (AGZ)

Die Finanzierung der AGZ erfolgt aus den umgeschichteten Mitteln der Direktzahlungen aus der 1. Säule in die 2. Säule zur Förderung der ländlichen Räume. Betriebsinhaber/innen erhalten 25 Euro/Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in benachteiligten Gebieten. Insgesamt stellen die Europäische Kommission, die Bundes- und Landesregierung bis zum Jahre 2020 für die AGZ 138 Millionen Euro zur Verfügung.

Acker- und Pflanzenbau

Auf diese oft mangelhaften Verhältnisse, im wahrsten Sinne des Wortes, haben sich die Bäuerinnen und Bauern gut eingestellt. Seit Jahren hält in Brandenburg der Roggen als sehr genügsame Getreideart eine Spitzenposition im Anbau (2020: rund 173.000 Hektar), da er auf den sandigen Böden und bei niedrigen Regenmengen relativ sichere Erträge liefert. Ein Großteil des Roggens wird als Viehfutter verwendet.

Im Jahr 2020 stellt Silo- und Körnermais mit rund 233.000 Hektar vor Roggen die flächenbestimmende Fruchtart in der Brandenburger Landwirtschaft dar. Silomais für die Biogaserzeugung umfasst dabei einen Anteil von schätzungsweise 30 Prozent an der Gesamtfläche (Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung).

Im deutschlandweiten (100 Prozent) Flächenvergleich ist das Land Brandenburg beim Anbau von Körnersonnenblumen (40 Prozent), Süßlupinen (36 Prozent) und Roggen (27 Prozent) führend. Spitzenplätze hält Brandenburg zudem im Anbau von Spargel, Gurken, Sanddorn und Aronia sowie Kulturheidelbeeren.

Ertragsfähigkeit

Die Ertragsfähigkeit der Landwirtschaftlichen Nutzflächen wird mit der Kenngröße Ackerzahl beziehungsweise Grünlandzahl bewertet. Diese liegt in Brandenburg je Hektar im Durchschnitt bei unter 35 (siehe auch Karte zur Bodengüte). Im Bundesland Hessen beträgt dieser Durchschnittswert 54.

Die Finanzierung der AGZ erfolgt aus den umgeschichteten Mitteln der Direktzahlungen aus der 1. Säule in die 2. Säule zur Förderung der ländlichen Räume. Betriebsinhaber/innen erhalten 25 Euro/Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in benachteiligten Gebieten. Insgesamt stellen die Europäische Kommission, die Bundes- und Landesregierung bis zum Jahre 2020 für die AGZ 138 Millionen Euro zur Verfügung.

Acker- und Pflanzenbau

Auf diese oft mangelhaften Verhältnisse, im wahrsten Sinne des Wortes, haben sich die Bäuerinnen und Bauern gut eingestellt. Seit Jahren hält in Brandenburg der Roggen als sehr genügsame Getreideart eine Spitzenposition im Anbau (2020: rund 173.000 Hektar), da er auf den sandigen Böden und bei niedrigen Regenmengen relativ sichere Erträge liefert. Ein Großteil des Roggens wird als Viehfutter verwendet.

Im Jahr 2020 stellt Silo- und Körnermais mit rund 233.000 Hektar vor Roggen die flächenbestimmende Fruchtart in der Brandenburger Landwirtschaft dar. Silomais für die Biogaserzeugung umfasst dabei einen Anteil von schätzungsweise 30 Prozent an der Gesamtfläche (Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung).

Im deutschlandweiten (100 Prozent) Flächenvergleich ist das Land Brandenburg beim Anbau von Körnersonnenblumen (40 Prozent), Süßlupinen (36 Prozent) und Roggen (27 Prozent) führend. Spitzenplätze hält Brandenburg zudem im Anbau von Spargel, Gurken, Sanddorn und Aronia sowie Kulturheidelbeeren.

Ertragsfähigkeit

Die Ertragsfähigkeit der Landwirtschaftlichen Nutzflächen wird mit der Kenngröße Ackerzahl beziehungsweise Grünlandzahl bewertet. Diese liegt in Brandenburg je Hektar im Durchschnitt bei unter 35 (siehe auch Karte zur Bodengüte). Im Bundesland Hessen beträgt dieser Durchschnittswert 54.

Brandenburger Betriebsstatistik 2020   
Ackerzahl   Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF)
Anzahl Hektar
0 bis 20 141 6.055
20 bis 30 2.045 441.270
30 bis 40 2.578 651.847
40 bis 50 584 172.136
50 bis 60 122 31.016
60 bis 70 10 959
70 bis 80 2 1.036
80 bis 90 1 1
90 bis 100 0 0
    5.482 1.303.288
Quelle: Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF)
Mittlere Ackerzahl beziehungsweise Grünlandzahl der landwirtschaftlich genutzten Landwirtschaftsfläche (LF) in den Landkreisen des Landes Brandenburg
Land Brandenburg 33,8
Barnim 32,7
Dahme-Spreewald 28,8
Elbe-Elster 32,6
Havelland 35,9
Märkisch-Oderland 39,4
Oberhavel 29,9
Oberspreewald-Lausitz 30,7
Oder-Spree 29,7
Ostprignitz-Ruppin 31,3
Potsdam-Mittelmark 31,5
Prignitz 35,0
Spree-Neiße 31,7
Teltow-Fläming 32,2
Uckermark 39,6
Quelle: Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF); 2013
"Für die zu schätzenden Bodenflächen werden Wertzahlen ausgewiesen, die das Verhältnis der Ertragsfähigkeit der geschätzten zur ertragsfähigsten Bodenfläche mit der Wertzahl 100 bei Ackerstandorten beziehungsweise 88 bei Grünland ausdrücken. Für das Ackerland erfolgt das durch die Bodenzahl und Ackerzahl, für Grünland mit Hilfe der Grünlandgrundzahl und Grünlandzahl.
Die Bodenzahlen für Acker verdeutlichen die durch Bodenbeschaffenheit (Bodenarten, geologische Herkunft, Zustandsstufen) bedingten Ertragsunterschiede. Die Ackerzahlen werden durch Zu- oder Abschläge von der Bodenzahl nach dem Einfluss von Klima, Geländegestaltung unter anderen auf die Ertragsbedingungen ausgewiesen. Die Grünlandgrundzahl wird nach den Kriterien Bodenart, Zustandsstufe (Bodenstufe), Klima-und Wasserstufe festgelegt und letztlich wird durch Zu- oder Abschläge die Grünlandzahl ermittelt."
(aus Beitrag von Dr. Matthias Schrödter (Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt) und Prof. Manfred Altermann (privat) )

Brandenburger Betriebsstatistik 2020   
Ackerzahl   Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF)
Anzahl Hektar
0 bis 20 141 6.055
20 bis 30 2.045 441.270
30 bis 40 2.578 651.847
40 bis 50 584 172.136
50 bis 60 122 31.016
60 bis 70 10 959
70 bis 80 2 1.036
80 bis 90 1 1
90 bis 100 0 0
    5.482 1.303.288
Quelle: Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF)
Mittlere Ackerzahl beziehungsweise Grünlandzahl der landwirtschaftlich genutzten Landwirtschaftsfläche (LF) in den Landkreisen des Landes Brandenburg
Land Brandenburg 33,8
Barnim 32,7
Dahme-Spreewald 28,8
Elbe-Elster 32,6
Havelland 35,9
Märkisch-Oderland 39,4
Oberhavel 29,9
Oberspreewald-Lausitz 30,7
Oder-Spree 29,7
Ostprignitz-Ruppin 31,3
Potsdam-Mittelmark 31,5
Prignitz 35,0
Spree-Neiße 31,7
Teltow-Fläming 32,2
Uckermark 39,6
Quelle: Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF); 2013
"Für die zu schätzenden Bodenflächen werden Wertzahlen ausgewiesen, die das Verhältnis der Ertragsfähigkeit der geschätzten zur ertragsfähigsten Bodenfläche mit der Wertzahl 100 bei Ackerstandorten beziehungsweise 88 bei Grünland ausdrücken. Für das Ackerland erfolgt das durch die Bodenzahl und Ackerzahl, für Grünland mit Hilfe der Grünlandgrundzahl und Grünlandzahl.
Die Bodenzahlen für Acker verdeutlichen die durch Bodenbeschaffenheit (Bodenarten, geologische Herkunft, Zustandsstufen) bedingten Ertragsunterschiede. Die Ackerzahlen werden durch Zu- oder Abschläge von der Bodenzahl nach dem Einfluss von Klima, Geländegestaltung unter anderen auf die Ertragsbedingungen ausgewiesen. Die Grünlandgrundzahl wird nach den Kriterien Bodenart, Zustandsstufe (Bodenstufe), Klima-und Wasserstufe festgelegt und letztlich wird durch Zu- oder Abschläge die Grünlandzahl ermittelt."
(aus Beitrag von Dr. Matthias Schrödter (Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt) und Prof. Manfred Altermann (privat) )

Letzte Aktualisierung: 19.10.2021
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