Natürliche Bedingungen

© Ingo Offergeld/MLEUV
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Die Herausforderungen der brandenburgischen Streusandbüchse

Die gegenwärtige Agrarstruktur in Brandenburg hat ihre Wurzeln bereits in der Ausdehnung des deutschen Siedlungsgebiets im 11. und 13. Jahrhundert. Schon zu dieser Zeit waren große Güter östlich der Elbe nötig, um im Land der leichten Böden mit geringer Bodenfruchtbarkeit entsprechende Erträge zu erzielen. Bis in die heutige Zeit bilden die natürlichen Bedingungen mit ertragsschwachen, oft sandigen Böden sowie den regionalen Klimafaktoren den Produktionsrahmen für unternehmerisches Handeln in der Landwirtschaft.

Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer Land Brandenburg im Deutschlandvergleich 2017 bis 2025
Merkmal Bundesland/Land 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017
Temperatur im Jahresmittel in Grad Celsius Land Brandenburg 10,3 11,5 10,9 10,8 9,7 11,0 11,1 10,8 9,9
Deutschland 10,0 10,9 10,6 10,5 9,2 10,4 10,3 10,4 9,6
Abweichung Land Brandenburg von Deutschland 0,3 0,6 0,3 0,3 0,5 0,6 0,8 0,4 0,3
Jahresniederschlag (im Gebietsmittel) in Millimetern (Liter pro Quadratmeter) Land Brandenburg 480,2 600,3 724,9 434,3 600,1 511,1 505,4 390,4 721,4
Deutschland 642,0 901,6 958,0 669,1 801,1 704,9 735,0 586,3 858,7
Abweichung Land Brandenburg von Deutschland -161,8 -301,3 -233,1 -234,8 -201,0 -193,8 -229,6 -195,9 -137,3
Sonnenscheindauer (im Gebietsmittel) über das Jahr in Stunden Land Brandenburg 2.009,4 1.853,0 1.754,4 2.018,4 1.638,4 1.920,5 1.926,0 2.152,6 1.593,4
Deutschland 1.914,0 1.675,3 1.753,1 2.024,1 1.631,2 1.896,0 1.834,2 2.015,4 1.596,1
Abweichung Land Brandenburg von Deutschland 95,4 177,7 1,3 -5,7 7,2 24,5 91,8 137,2 -2,7

Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage der Daten von meteo.plus, 55280 Nierstein, Deutschland (mit Abweichungen zum Deutschen Wetterdienst)

Frostereignisse, Frühsommertrockenheit und die Zunahme von Extremwetterereignissen (zum Beispiel Sturm/Starkregen/Hagel) führen erschwerend zu einem deutlich erhöhten Produktionsrisiko.

Rund 80 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Brandenburgs gilt seit 2018 als benachteiligt.

Die gegenwärtige Agrarstruktur in Brandenburg hat ihre Wurzeln bereits in der Ausdehnung des deutschen Siedlungsgebiets im 11. und 13. Jahrhundert. Schon zu dieser Zeit waren große Güter östlich der Elbe nötig, um im Land der leichten Böden mit geringer Bodenfruchtbarkeit entsprechende Erträge zu erzielen. Bis in die heutige Zeit bilden die natürlichen Bedingungen mit ertragsschwachen, oft sandigen Böden sowie den regionalen Klimafaktoren den Produktionsrahmen für unternehmerisches Handeln in der Landwirtschaft.

Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer Land Brandenburg im Deutschlandvergleich 2017 bis 2025
Merkmal Bundesland/Land 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017
Temperatur im Jahresmittel in Grad Celsius Land Brandenburg 10,3 11,5 10,9 10,8 9,7 11,0 11,1 10,8 9,9
Deutschland 10,0 10,9 10,6 10,5 9,2 10,4 10,3 10,4 9,6
Abweichung Land Brandenburg von Deutschland 0,3 0,6 0,3 0,3 0,5 0,6 0,8 0,4 0,3
Jahresniederschlag (im Gebietsmittel) in Millimetern (Liter pro Quadratmeter) Land Brandenburg 480,2 600,3 724,9 434,3 600,1 511,1 505,4 390,4 721,4
Deutschland 642,0 901,6 958,0 669,1 801,1 704,9 735,0 586,3 858,7
Abweichung Land Brandenburg von Deutschland -161,8 -301,3 -233,1 -234,8 -201,0 -193,8 -229,6 -195,9 -137,3
Sonnenscheindauer (im Gebietsmittel) über das Jahr in Stunden Land Brandenburg 2.009,4 1.853,0 1.754,4 2.018,4 1.638,4 1.920,5 1.926,0 2.152,6 1.593,4
Deutschland 1.914,0 1.675,3 1.753,1 2.024,1 1.631,2 1.896,0 1.834,2 2.015,4 1.596,1
Abweichung Land Brandenburg von Deutschland 95,4 177,7 1,3 -5,7 7,2 24,5 91,8 137,2 -2,7

Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage der Daten von meteo.plus, 55280 Nierstein, Deutschland (mit Abweichungen zum Deutschen Wetterdienst)

Frostereignisse, Frühsommertrockenheit und die Zunahme von Extremwetterereignissen (zum Beispiel Sturm/Starkregen/Hagel) führen erschwerend zu einem deutlich erhöhten Produktionsrisiko.

Rund 80 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche Brandenburgs gilt seit 2018 als benachteiligt.

 

Witterung und Bewässerung

Hinzu kommen die Witterungsextreme der letzten Jahre, wie Hochwasser oder langanhaltende Dürre.

Gemäß Statistischem Bundesamt (Agrarstrukturerhebung 2016 - Bewässerung in landwirtschaftlichen Betrieben) bestand 2015 für nur 420 Betriebe auf 39.300 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (Freilandflächen) überhaupt die Möglichkeit zur Bewässerung. 2015 nutzten sie rund 390 Betriebe auf 24.400 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF), entweder vornehmlich über Beregnungsanlagen oder Tropfbewässerung. Die bewässerte Fläche betrug 5,4 Prozent der bundesweit bewässerten Fläche. Mit der Agrarstrukturerhebung 2020 lagen dann erstmalig Vergleichszahlen für 2019 vor. 2022 wurden rund 30.900 Hektar der gut 1,3 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) im Freiland bewässert. Damit ist die bewässerte Fläche gegenüber 2019 um 3,6 Prozent gesunken. Nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 in Brandenburg etwa 2,4 Prozent der LF bewässert. Der Bundesdurchschnitt beläuft sich auf 3,3 Prozent. In 280 Betrieben kamen dabei Beregnungsanlagen, wie Sprinkleranlagen, auf insgesamt 23.100 Hektar LF zum Einsatz. 180 Betriebe wendeten auch die vergleichsweise wassersparende Tropfbewässerung auf insgesamt 7.700 Hektar an. Hier wird das Wasser bodennah in kleinen Mengen ausgebracht.

Landwirtschaftliche Betriebe mit Bewässerungsmöglichkeit auf Freilandflächen - ohne Frostschutzberegnung - bewässerte Fläche 2019 und 2022 nach Größenklassen der landwirtschaftlichen Fläche (LF)   
Land Brandenburg Bewässerung 2019  Bewässerung 2022
Landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020 von … bis unter … Hektar Betriebe bewässerte Landwirtschaft genutzte Fläche (LF) 1 Betriebe bewässerte Landwirtschaft genutzte Fläche (LF) 1
Merkmal Anzahl Hektar Anzahl Hektar
          unter     5   64 93 60 100
      5     -        10   31 72 / /
     10    -        20   57 293 50 200
     20    -        50   45 536 50 500
     50    -      100   24 342 / /
   100    -      200   24 634 20 500
   200    -      500   50 5.183 40 4.200
   500    -   1 000   50 8.860 40 8.300
  1 000    und mehr   62 16.036 70 16.700
          Insgesamt   407 32.048 390 30.900

1 Ohne Frostschutzberegnung sowie ohne Kulturen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (einschl. Gewächshäuser) und ohne Haus- und Nutzgärten.

/ = Keine Angaben, da Zahlenwert nicht sicher genug (relativer Standardfehler größer als 15 Prozent)

Quelle: Statistisches Bundesamt: Agrarstrukturerhebungen, Bewässerung in landwirtschaftlichen Betrieben / Landwirtschaftszählung

 

Benachteiligte Gebiete und Ausgleichzulage (AGZ)

Die benachteiligten Gebiete werden nach Vorgaben der Europäischen Union abgegrenzt. Damit derartige Landwirtschaftsflächen nicht brach fallen und weiter bewirtschaftet werden, gewährt das Land Brandenburg eine Beihilfe, die sogenannte Ausgleichszulage (AGZ). Diese eindeutige Entscheidung zeigt den politischen Willen der Landesregierung eine flächendeckende Landwirtschaft in Brandenburg zu sichern und zu stärken.

 

Witterung und Bewässerung

Hinzu kommen die Witterungsextreme der letzten Jahre, wie Hochwasser oder langanhaltende Dürre.

Gemäß Statistischem Bundesamt (Agrarstrukturerhebung 2016 - Bewässerung in landwirtschaftlichen Betrieben) bestand 2015 für nur 420 Betriebe auf 39.300 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (Freilandflächen) überhaupt die Möglichkeit zur Bewässerung. 2015 nutzten sie rund 390 Betriebe auf 24.400 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche (LF), entweder vornehmlich über Beregnungsanlagen oder Tropfbewässerung. Die bewässerte Fläche betrug 5,4 Prozent der bundesweit bewässerten Fläche. Mit der Agrarstrukturerhebung 2020 lagen dann erstmalig Vergleichszahlen für 2019 vor. 2022 wurden rund 30.900 Hektar der gut 1,3 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) im Freiland bewässert. Damit ist die bewässerte Fläche gegenüber 2019 um 3,6 Prozent gesunken. Nach Mitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden nach den Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung 2023 in Brandenburg etwa 2,4 Prozent der LF bewässert. Der Bundesdurchschnitt beläuft sich auf 3,3 Prozent. In 280 Betrieben kamen dabei Beregnungsanlagen, wie Sprinkleranlagen, auf insgesamt 23.100 Hektar LF zum Einsatz. 180 Betriebe wendeten auch die vergleichsweise wassersparende Tropfbewässerung auf insgesamt 7.700 Hektar an. Hier wird das Wasser bodennah in kleinen Mengen ausgebracht.

Landwirtschaftliche Betriebe mit Bewässerungsmöglichkeit auf Freilandflächen - ohne Frostschutzberegnung - bewässerte Fläche 2019 und 2022 nach Größenklassen der landwirtschaftlichen Fläche (LF)   
Land Brandenburg Bewässerung 2019  Bewässerung 2022
Landwirtschaftlich genutzte Fläche 2020 von … bis unter … Hektar Betriebe bewässerte Landwirtschaft genutzte Fläche (LF) 1 Betriebe bewässerte Landwirtschaft genutzte Fläche (LF) 1
Merkmal Anzahl Hektar Anzahl Hektar
          unter     5   64 93 60 100
      5     -        10   31 72 / /
     10    -        20   57 293 50 200
     20    -        50   45 536 50 500
     50    -      100   24 342 / /
   100    -      200   24 634 20 500
   200    -      500   50 5.183 40 4.200
   500    -   1 000   50 8.860 40 8.300
  1 000    und mehr   62 16.036 70 16.700
          Insgesamt   407 32.048 390 30.900

1 Ohne Frostschutzberegnung sowie ohne Kulturen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen (einschl. Gewächshäuser) und ohne Haus- und Nutzgärten.

/ = Keine Angaben, da Zahlenwert nicht sicher genug (relativer Standardfehler größer als 15 Prozent)

Quelle: Statistisches Bundesamt: Agrarstrukturerhebungen, Bewässerung in landwirtschaftlichen Betrieben / Landwirtschaftszählung

 

Benachteiligte Gebiete und Ausgleichzulage (AGZ)

Die benachteiligten Gebiete werden nach Vorgaben der Europäischen Union abgegrenzt. Damit derartige Landwirtschaftsflächen nicht brach fallen und weiter bewirtschaftet werden, gewährt das Land Brandenburg eine Beihilfe, die sogenannte Ausgleichszulage (AGZ). Diese eindeutige Entscheidung zeigt den politischen Willen der Landesregierung eine flächendeckende Landwirtschaft in Brandenburg zu sichern und zu stärken.

Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen in benachteiligten Gebieten (AGZ) des Landes Brandenburgs und Berlin im Antragsjahr 2025
Stadt/Landkreis bewilligte Anträge Auszahlung Förderfläche
Einheit Anzahl Euro Hektar
BERLIN 49 73.014,65  2.920,5804 
Barnim 185 882.726,88  35.316,8174 
Dahme-Spreewald 248 1.570.240,16   62.814,3216 
Elbe-Elster 306 1.925.675,58  77.039,6950 
Havelland 278 1.682.166,59  67.287,7899 
Märkisch-Oderland 271 1.520.295,86  60.811,8148 
Oberhavel 334 1.635.273,30  65.415,8369 
Oberspreewald-Lausitz 138 734.585,44  29.383,5289 
Oder-Spree 290 1.834.689,54  73.399,0253 
Ostprignitz-Ruppin 383 2.746.149,91  109.880,7843 
Potsdam-Mittelmark 424 2.490.031,16  99.616,6103 
Prignitz 427 2.732.015,25  109.290,3605 
Spree-Neiße 224 1.113.811,91  44.552,4575 
Teltow-Flämimg 208 1.529.341,92  61.191,1871 
Uckermark 290 1.656.015,41  66.244,3681 
Land Brandenburg 4.006 24.053.018,91 962.244,5986
Land Brandenburg & BERLIN 4.055 24.126.033,56 965.165,1780
Quelle: LELF; 01/2026 / MLEUV, Richtlinie zur Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen in benachteiligten Gebieten (AGZ)

Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen in benachteiligten Gebieten (AGZ) des Landes Brandenburgs und Berlin im Antragsjahr 2025
Stadt/Landkreis bewilligte Anträge Auszahlung Förderfläche
Einheit Anzahl Euro Hektar
BERLIN 49 73.014,65  2.920,5804 
Barnim 185 882.726,88  35.316,8174 
Dahme-Spreewald 248 1.570.240,16   62.814,3216 
Elbe-Elster 306 1.925.675,58  77.039,6950 
Havelland 278 1.682.166,59  67.287,7899 
Märkisch-Oderland 271 1.520.295,86  60.811,8148 
Oberhavel 334 1.635.273,30  65.415,8369 
Oberspreewald-Lausitz 138 734.585,44  29.383,5289 
Oder-Spree 290 1.834.689,54  73.399,0253 
Ostprignitz-Ruppin 383 2.746.149,91  109.880,7843 
Potsdam-Mittelmark 424 2.490.031,16  99.616,6103 
Prignitz 427 2.732.015,25  109.290,3605 
Spree-Neiße 224 1.113.811,91  44.552,4575 
Teltow-Flämimg 208 1.529.341,92  61.191,1871 
Uckermark 290 1.656.015,41  66.244,3681 
Land Brandenburg 4.006 24.053.018,91 962.244,5986
Land Brandenburg & BERLIN 4.055 24.126.033,56 965.165,1780
Quelle: LELF; 01/2026 / MLEUV, Richtlinie zur Förderung von landwirtschaftlichen Unternehmen in benachteiligten Gebieten (AGZ)

Betriebsinhaber/innen erhalten 25 Euro/Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in benachteiligten Gebieten.

 

Acker- und Pflanzenbau

Auf diese oft mangelhaften Verhältnisse, im wahrsten Sinne des Wortes, haben sich die Bäuerinnen und Bauern gut eingestellt. Seit Jahren hält in Brandenburg der Roggen als sehr genügsame Getreideart eine deutschlandweite Spitzenposition im Anbau (2024: rund 132.300 Hektar / 472.200 Tonnen), da er auf den sandigen Böden und bei niedrigen Regenmengen relativ sichere Erträge liefert. Ein Großteil des Roggens wird als Viehfutter verwendet.

Im Jahr 2024 stellt Silo- und Körnermais mit rund 166.300 Hektar vor Winterweizen (144.500 Hektar) und Roggen die flächenbestimmende Fruchtart in der Brandenburger Landwirtschaft dar. Silomais für die Biogaserzeugung umfasst dabei einen Anteil von schätzungsweise 30 Prozent an der Gesamtfläche (Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung).

Im deutschlandweiten (100 Prozent) Flächenvergleich ist das Land Brandenburg beim Anbau von Körnersonnenblumen (32 Prozent), Süßlupinen (31 Prozent) und Roggen (25 Prozent) nach wie vor führend. Spitzenplätze hält Brandenburg zudem im Anbau von Spargel, Gurken, Sanddorn und Aronia sowie Kulturheidelbeeren.

 

Ertragsfähigkeit

Die Ertragsfähigkeit der Landwirtschaftlichen Nutzflächen wird mit der Kenngröße Ackerzahl beziehungsweise Grünlandzahl bewertet. Diese liegt in Brandenburg je Hektar im Durchschnitt bei unter 35 (siehe auch Karte zur Bodengüte). Im Bundesland Hessen beträgt dieser Durchschnittswert um 55.

Betriebsinhaber/innen erhalten 25 Euro/Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in benachteiligten Gebieten.

 

Acker- und Pflanzenbau

Auf diese oft mangelhaften Verhältnisse, im wahrsten Sinne des Wortes, haben sich die Bäuerinnen und Bauern gut eingestellt. Seit Jahren hält in Brandenburg der Roggen als sehr genügsame Getreideart eine deutschlandweite Spitzenposition im Anbau (2024: rund 132.300 Hektar / 472.200 Tonnen), da er auf den sandigen Böden und bei niedrigen Regenmengen relativ sichere Erträge liefert. Ein Großteil des Roggens wird als Viehfutter verwendet.

Im Jahr 2024 stellt Silo- und Körnermais mit rund 166.300 Hektar vor Winterweizen (144.500 Hektar) und Roggen die flächenbestimmende Fruchtart in der Brandenburger Landwirtschaft dar. Silomais für die Biogaserzeugung umfasst dabei einen Anteil von schätzungsweise 30 Prozent an der Gesamtfläche (Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung).

Im deutschlandweiten (100 Prozent) Flächenvergleich ist das Land Brandenburg beim Anbau von Körnersonnenblumen (32 Prozent), Süßlupinen (31 Prozent) und Roggen (25 Prozent) nach wie vor führend. Spitzenplätze hält Brandenburg zudem im Anbau von Spargel, Gurken, Sanddorn und Aronia sowie Kulturheidelbeeren.

 

Ertragsfähigkeit

Die Ertragsfähigkeit der Landwirtschaftlichen Nutzflächen wird mit der Kenngröße Ackerzahl beziehungsweise Grünlandzahl bewertet. Diese liegt in Brandenburg je Hektar im Durchschnitt bei unter 35 (siehe auch Karte zur Bodengüte). Im Bundesland Hessen beträgt dieser Durchschnittswert um 55.

Brandenburger Betriebsstatistik 2022 bis 2025
Ackerzahl   Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF)*
2022 2023 2024 2025 2022 2023 2024 2025
Anzahl Hektar
0 bis 20 115 97 92 85 5.008 4.244 3.295 2.719
20 bis 30 1.836 1.792 1.739 1.657 353.188 345.834 367.303 348.137
30 bis 40 2.708 2.686 2.605 2.568 675.780 664.522 696.529 674.403
40 bis 50 651 623 599 571 178.477 181.059 180.461 175.566
50 bis 60 118 112 106 110 32.411 31.472 30.473 33.486
60 bis 70 11 12 9 7 1.022 232 369 67
70 bis 80 1 1 1 0 3 3 3 0
80 bis 90 1 1 1 1 1 1 1 1
 alle  5.441 5.324 5.152 5.152 1.245.891 1.227.367 1.278.434 1.278.434
* Nur Flächen, für die ein Bodenschätzungsergebnis vorliegt. Nur Betriebe mit Sitz in Brandenburg.
Quelle: Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), Februar 2026
Mittlere Ackerzahl beziehungsweise Grünlandzahl der landwirtschaftlich genutzten Landwirtschaftsfläche (LF) in den Landkreisen des Landes Brandenburg 2022 bis 2025
Jahr 2022 2023 2024 2025
Land Brandenburg 33,8 33,9 34,1 33,9
Barnim 32,6 32,7 32,6 32,7
Dahme-Spreewald 28,7 28,9 29,0 29,0
Elbe-Elster 32,5 32,7 32,7 32,7
Havelland 35,9 35,9 35,9 35,9
Märkisch-Oderland 39,6 39,7 39,6 39,7
Oberhavel 29,8 29,7 29,7 29,8
Oberspreewald-Lausitz 30,3 30,4 30,3 30,4
Oder-Spree 29,9 29,9 29,9 29,9
Ostprignitz-Ruppin 31,4 31,3 31,3 31,3
Potsdam-Mittelmark 31,5 31,7 31,7 31,7
Prignitz 35,1 35,1 35,1 35,0
Spree-Neiße 31,5 31,7 31,7 31,7
Teltow-Fläming 32,2 32,4 32,2 32,3
Uckermark 39,5 39,5 39,5 39,8
Quelle: Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF); Februar 2026
"Für die zu schätzenden Bodenflächen werden Wertzahlen ausgewiesen, die das Verhältnis der Ertragsfähigkeit der geschätzten zur ertragsfähigsten Bodenfläche mit der Wertzahl 100 bei Ackerstandorten beziehungsweise 88 bei Grünland ausdrücken. Für das Ackerland erfolgt das durch die Bodenzahl und Ackerzahl, für Grünland mit Hilfe der Grünlandgrundzahl und Grünlandzahl.
Die Bodenzahlen für Acker verdeutlichen die durch Bodenbeschaffenheit (Bodenarten, geologische Herkunft, Zustandsstufen) bedingten Ertragsunterschiede. Die Ackerzahlen werden durch Zu- oder Abschläge von der Bodenzahl nach dem Einfluss von Klima, Geländegestaltung unter anderen auf die Ertragsbedingungen ausgewiesen. Die Grünlandgrundzahl wird nach den Kriterien Bodenart, Zustandsstufe (Bodenstufe), Klima-und Wasserstufe festgelegt und letztlich wird durch Zu- oder Abschläge die Grünlandzahl ermittelt."
(aus Beitrag von Dr. Matthias Schrödter (Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt) und Prof. Manfred Altermann (privat) )
Brandenburger Betriebsstatistik 2022 bis 2025
Ackerzahl   Betriebe Landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF)*
2022 2023 2024 2025 2022 2023 2024 2025
Anzahl Hektar
0 bis 20 115 97 92 85 5.008 4.244 3.295 2.719
20 bis 30 1.836 1.792 1.739 1.657 353.188 345.834 367.303 348.137
30 bis 40 2.708 2.686 2.605 2.568 675.780 664.522 696.529 674.403
40 bis 50 651 623 599 571 178.477 181.059 180.461 175.566
50 bis 60 118 112 106 110 32.411 31.472 30.473 33.486
60 bis 70 11 12 9 7 1.022 232 369 67
70 bis 80 1 1 1 0 3 3 3 0
80 bis 90 1 1 1 1 1 1 1 1
 alle  5.441 5.324 5.152 5.152 1.245.891 1.227.367 1.278.434 1.278.434
* Nur Flächen, für die ein Bodenschätzungsergebnis vorliegt. Nur Betriebe mit Sitz in Brandenburg.
Quelle: Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF), Februar 2026
Mittlere Ackerzahl beziehungsweise Grünlandzahl der landwirtschaftlich genutzten Landwirtschaftsfläche (LF) in den Landkreisen des Landes Brandenburg 2022 bis 2025
Jahr 2022 2023 2024 2025
Land Brandenburg 33,8 33,9 34,1 33,9
Barnim 32,6 32,7 32,6 32,7
Dahme-Spreewald 28,7 28,9 29,0 29,0
Elbe-Elster 32,5 32,7 32,7 32,7
Havelland 35,9 35,9 35,9 35,9
Märkisch-Oderland 39,6 39,7 39,6 39,7
Oberhavel 29,8 29,7 29,7 29,8
Oberspreewald-Lausitz 30,3 30,4 30,3 30,4
Oder-Spree 29,9 29,9 29,9 29,9
Ostprignitz-Ruppin 31,4 31,3 31,3 31,3
Potsdam-Mittelmark 31,5 31,7 31,7 31,7
Prignitz 35,1 35,1 35,1 35,0
Spree-Neiße 31,5 31,7 31,7 31,7
Teltow-Fläming 32,2 32,4 32,2 32,3
Uckermark 39,5 39,5 39,5 39,8
Quelle: Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF); Februar 2026
"Für die zu schätzenden Bodenflächen werden Wertzahlen ausgewiesen, die das Verhältnis der Ertragsfähigkeit der geschätzten zur ertragsfähigsten Bodenfläche mit der Wertzahl 100 bei Ackerstandorten beziehungsweise 88 bei Grünland ausdrücken. Für das Ackerland erfolgt das durch die Bodenzahl und Ackerzahl, für Grünland mit Hilfe der Grünlandgrundzahl und Grünlandzahl.
Die Bodenzahlen für Acker verdeutlichen die durch Bodenbeschaffenheit (Bodenarten, geologische Herkunft, Zustandsstufen) bedingten Ertragsunterschiede. Die Ackerzahlen werden durch Zu- oder Abschläge von der Bodenzahl nach dem Einfluss von Klima, Geländegestaltung unter anderen auf die Ertragsbedingungen ausgewiesen. Die Grünlandgrundzahl wird nach den Kriterien Bodenart, Zustandsstufe (Bodenstufe), Klima-und Wasserstufe festgelegt und letztlich wird durch Zu- oder Abschläge die Grünlandzahl ermittelt."
(aus Beitrag von Dr. Matthias Schrödter (Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt) und Prof. Manfred Altermann (privat) )
Letzte Aktualisierung: 03.02.2026 um 17:02 Uhr
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