Spitzenplätze

Sonnenblumen
© Ingo Offergeld/MLUK
Sonnenblumen
© Ingo Offergeld/MLUK

Einsatz-, Innovations- und Investitionsbereitschaft werden belohnt

Trotz schwieriger natürlicher Bedingungen mit ertragsschwachen Böden und wenig Niederschlägen können Brandenburger Landwirte mit viel Einsatz-, Innovations- und Investitionsbereitschaft immer wieder Spitzenplätze im bundesweiten Vergleich erreichen. Dabei gilt es, die vorhandenen natürlichen Ressourcen schonend und mit modernster Technik zu nutzen.

Trotz schwieriger natürlicher Bedingungen mit ertragsschwachen Böden und wenig Niederschlägen können Brandenburger Landwirte mit viel Einsatz-, Innovations- und Investitionsbereitschaft immer wieder Spitzenplätze im bundesweiten Vergleich erreichen. Dabei gilt es, die vorhandenen natürlichen Ressourcen schonend und mit modernster Technik zu nutzen.

  • Milch

    Die auch in 2021 angespannte Lage in der Tierhaltung und auf dem Milchmarkt führte in allen Bundesländern zu Rückgängen der Milchviehbetriebe. Auch der milchleistungsgeprüfte Kuhbestand (MLP) in Berlin-Brandenburg reduzierte sich weiter.

    Den Milcherzeugern werden mehrfach im Jahr einzelkuhbezogene Informationen für ihr Herdenmanagement zur Verfügung gestellt; insbesondere mit Aussagen zur Stoffwechselsituation und zum Eutergesundheitsstatus der Tiere. Das ermöglicht Rückschlüsse auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden der Tiere.   

    Die durchschnittliche Milchleistung

    • A- und B-Kühe: Kuhzahl, die sich aus der Anzahl aller ganzjährig und aller nicht ganzjährig geprüften Kühe ergibt
    • (A+B) - Kühe: Durchschnittliche Kuhzahl, die anhand der Futtertage der Einzelkühe errechnet wird

    aller (A+B) - Kühe (122.251 Berlin-Brandenburg) sank leicht auf 9.842 Kilogramm (kg). Mit den erreichten Milchmengen- und FEK-Leistungen (Fett- und Eiweiß-Kilogramm-Menge) rangieren die Brandenburger MLP-Betriebe im Bundesvergleich auf hohem Niveau.

    Es wird nach wie vor ein hochwertiges und gesundes Lebensmittel produziert und belegt das herausragende Niveau der Milchrindzucht in Brandenburg. Züchtung ist Nachhaltigkeit, denn was könnte es nachhaltigeres geben, als dafür zu sorgen, dass gute genetische Eigenschaften erhalten bleiben, weitergegeben sowie verbessert werden.

    Durchschnittsleistungen aller Milchleistungsprüfungs-Kühe 2018 bis 2021 nach MLP-Organisationen
    Land Kühe1) Milch
    MLP-Organisation (A+B) Kilogramm (kg)
    2018 2019 2020 2021 2018 2019 2020 2021
    Baden-Württemberg (LKV) 283.371 278.724 273.458 269.040 8.060 8.095 8.273 8.336
    Bayern (LKV) 956.981 940.633 921.672 908.265 8.015 8.045 8.187 8.148
    Berlin-Brandenburg (LKV) 134.284 130.491 126.381 122.251 9.725 9.738 9.931 9.842
    Hessen (HVL) 120.520 116.387 113.849 111.691 8.609 8.742 9.010 9.130
    Mecklenburg-Vorpommern (MRV) 155.730 151.940 147.017 143.541 9.669 9.809 10.040 10.014
    Niedersachsen (LKV) 775.567 762.038 743.964 731.464 9.304 9.451 9.771 9.771
    Nordrhein-Westfalen (LKV) 358.541 349.635 341.904 333.851 9.293 9.243 9.583 9.771
    Rheinland-Pfalz-Saar (LKV) 104.953 101.963 99.144 95.960 8.480 8.548 8.925 8.998
    Sachsen (LKV) 172.946 169.834 166.879 164.901 9.794 9.815 10.103 10.149
    Sachsen-Anhalt (LKV) 109.560 105.602 100.749 95.655 9.832 9.833 10.030 10.117
    Schleswig-Holstein (LKV) 334.640 327.060 320.908 315.974 8.700 8.861 9.196 9.295
    Thüringen (Qnetics) 99.536 97.604 94.548 90.419 9.747 9.721 9.978 10.004
    Deutschland 3.606.629 3.532.110 3.450.471 3.383.011 8.843 8.907 9.154 9.168
    1) Durchschnittliche Kuhzahl für das Prüfjahr
    Quelle: Quellen: Deutscher Verband für Leistungsprüfungen e.V. (DLQ) Bonn, vit Verden und LKV BY/BW/NRW/SH und Bundesverband Rind und Schwein (BRS)

     

    Die auch in 2021 angespannte Lage in der Tierhaltung und auf dem Milchmarkt führte in allen Bundesländern zu Rückgängen der Milchviehbetriebe. Auch der milchleistungsgeprüfte Kuhbestand (MLP) in Berlin-Brandenburg reduzierte sich weiter.

    Den Milcherzeugern werden mehrfach im Jahr einzelkuhbezogene Informationen für ihr Herdenmanagement zur Verfügung gestellt; insbesondere mit Aussagen zur Stoffwechselsituation und zum Eutergesundheitsstatus der Tiere. Das ermöglicht Rückschlüsse auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden der Tiere.   

    Die durchschnittliche Milchleistung

    • A- und B-Kühe: Kuhzahl, die sich aus der Anzahl aller ganzjährig und aller nicht ganzjährig geprüften Kühe ergibt
    • (A+B) - Kühe: Durchschnittliche Kuhzahl, die anhand der Futtertage der Einzelkühe errechnet wird

    aller (A+B) - Kühe (122.251 Berlin-Brandenburg) sank leicht auf 9.842 Kilogramm (kg). Mit den erreichten Milchmengen- und FEK-Leistungen (Fett- und Eiweiß-Kilogramm-Menge) rangieren die Brandenburger MLP-Betriebe im Bundesvergleich auf hohem Niveau.

    Es wird nach wie vor ein hochwertiges und gesundes Lebensmittel produziert und belegt das herausragende Niveau der Milchrindzucht in Brandenburg. Züchtung ist Nachhaltigkeit, denn was könnte es nachhaltigeres geben, als dafür zu sorgen, dass gute genetische Eigenschaften erhalten bleiben, weitergegeben sowie verbessert werden.

    Durchschnittsleistungen aller Milchleistungsprüfungs-Kühe 2018 bis 2021 nach MLP-Organisationen
    Land Kühe1) Milch
    MLP-Organisation (A+B) Kilogramm (kg)
    2018 2019 2020 2021 2018 2019 2020 2021
    Baden-Württemberg (LKV) 283.371 278.724 273.458 269.040 8.060 8.095 8.273 8.336
    Bayern (LKV) 956.981 940.633 921.672 908.265 8.015 8.045 8.187 8.148
    Berlin-Brandenburg (LKV) 134.284 130.491 126.381 122.251 9.725 9.738 9.931 9.842
    Hessen (HVL) 120.520 116.387 113.849 111.691 8.609 8.742 9.010 9.130
    Mecklenburg-Vorpommern (MRV) 155.730 151.940 147.017 143.541 9.669 9.809 10.040 10.014
    Niedersachsen (LKV) 775.567 762.038 743.964 731.464 9.304 9.451 9.771 9.771
    Nordrhein-Westfalen (LKV) 358.541 349.635 341.904 333.851 9.293 9.243 9.583 9.771
    Rheinland-Pfalz-Saar (LKV) 104.953 101.963 99.144 95.960 8.480 8.548 8.925 8.998
    Sachsen (LKV) 172.946 169.834 166.879 164.901 9.794 9.815 10.103 10.149
    Sachsen-Anhalt (LKV) 109.560 105.602 100.749 95.655 9.832 9.833 10.030 10.117
    Schleswig-Holstein (LKV) 334.640 327.060 320.908 315.974 8.700 8.861 9.196 9.295
    Thüringen (Qnetics) 99.536 97.604 94.548 90.419 9.747 9.721 9.978 10.004
    Deutschland 3.606.629 3.532.110 3.450.471 3.383.011 8.843 8.907 9.154 9.168
    1) Durchschnittliche Kuhzahl für das Prüfjahr
    Quelle: Quellen: Deutscher Verband für Leistungsprüfungen e.V. (DLQ) Bonn, vit Verden und LKV BY/BW/NRW/SH und Bundesverband Rind und Schwein (BRS)

     

  • Roggen

    Als Vorteile des Roggens sind unter anderem geringe spezifische Produktionskosten, seine Winterfestigkeit, die Anspruchslosigkeit an den Standort und die daraus resultierende Ertragssicherheit zu nennen. Von den Getreidearten bestätigt Winterroggen seine Stellung als ertragsstabilste Fruchtart in Brandenburg. Wie Beispiele zeigen ist für einen Standort mit der Ackerzahl 25 und bei den für das „roggenstärkste“ Bundesland Brandenburg typisch geringen Niederschlägen von rund 550 Millimeter (mm) - trotz des vergleichsweise niedrigen Preises - die wirtschaftlichste Getreideart. Aufgrund der jährlich schwankenden Erzeugerpreise aller Marktfrüchte kann sich die Rangfolge der Wirtschaftlichkeit in jedem Jahr anders darstellen. Rund zehn Prozent werden in Berlin oder Brandenburg zur Veredelung verarbeitet. 2021 nahm der Anbau von Roggen im Land Brandenburg rund 26 Prozent der deutschlandweiten Fläche ein.

    Roggen und Wintermenggetreideanbauflächen nach Ländern 1)
    Länder 2021 2020 2019 2018 2015 2010
    in 1.000 Hektar (ha)
    Baden-Württemberg 9,1 9,2 9,4 8,3 10,2 10,6
    Bayern  35,8 36,5 38,9 35,7 35,4 40,4
    Brandenburg  161,7 172,7 184,9 158,1  187,0 198,6
    Hessen  14,8 15,1 16,1 12,3 13,9 14,3
    Mecklenburg-Vorpommern  66,9 69,1 67,5 50,6 60,9 62,8
    Niedersachsen 145,4 141,0 133,0 107,9 135,1 120,6
    Nordrhein-Westfalen  39,5 33,6 24,6 17,9 16,6 16,1
    Rheinland-Pfalz  9,9 9,3 9,9 8,9 10,1 11,2
    Saarland  2,7 2,7 2,9 2,5 2,9 3,5
    Sachsen  29,6 32,7 33,4 27,8 33,4 38,1
    Sachsen-Anhalt 67,8 74,3 74,9 62,7 72,5 78,1
    Schleswig-Holstein  37,1 28,7 29,7 21,8 27,6 20,4
    Thüringen 10,2 10,5 10,5 7,7 9,4 11,7
    Deutschland 631,0 636,0 636,3 523,0 616,0 627,1

    1) Vergleichbarkeit zu den Vorjahren bei den Getreidepositionen eingeschränkt.

    Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Besondere Ernte- und Qualitätsermittlungen (Reihe Daten-Analysen); Statistisches Bundesamt: Wachstum und Ernte - Feldfrüchte - Vorjahre und 2021

    Als Vorteile des Roggens sind unter anderem geringe spezifische Produktionskosten, seine Winterfestigkeit, die Anspruchslosigkeit an den Standort und die daraus resultierende Ertragssicherheit zu nennen. Von den Getreidearten bestätigt Winterroggen seine Stellung als ertragsstabilste Fruchtart in Brandenburg. Wie Beispiele zeigen ist für einen Standort mit der Ackerzahl 25 und bei den für das „roggenstärkste“ Bundesland Brandenburg typisch geringen Niederschlägen von rund 550 Millimeter (mm) - trotz des vergleichsweise niedrigen Preises - die wirtschaftlichste Getreideart. Aufgrund der jährlich schwankenden Erzeugerpreise aller Marktfrüchte kann sich die Rangfolge der Wirtschaftlichkeit in jedem Jahr anders darstellen. Rund zehn Prozent werden in Berlin oder Brandenburg zur Veredelung verarbeitet. 2021 nahm der Anbau von Roggen im Land Brandenburg rund 26 Prozent der deutschlandweiten Fläche ein.

    Roggen und Wintermenggetreideanbauflächen nach Ländern 1)
    Länder 2021 2020 2019 2018 2015 2010
    in 1.000 Hektar (ha)
    Baden-Württemberg 9,1 9,2 9,4 8,3 10,2 10,6
    Bayern  35,8 36,5 38,9 35,7 35,4 40,4
    Brandenburg  161,7 172,7 184,9 158,1  187,0 198,6
    Hessen  14,8 15,1 16,1 12,3 13,9 14,3
    Mecklenburg-Vorpommern  66,9 69,1 67,5 50,6 60,9 62,8
    Niedersachsen 145,4 141,0 133,0 107,9 135,1 120,6
    Nordrhein-Westfalen  39,5 33,6 24,6 17,9 16,6 16,1
    Rheinland-Pfalz  9,9 9,3 9,9 8,9 10,1 11,2
    Saarland  2,7 2,7 2,9 2,5 2,9 3,5
    Sachsen  29,6 32,7 33,4 27,8 33,4 38,1
    Sachsen-Anhalt 67,8 74,3 74,9 62,7 72,5 78,1
    Schleswig-Holstein  37,1 28,7 29,7 21,8 27,6 20,4
    Thüringen 10,2 10,5 10,5 7,7 9,4 11,7
    Deutschland 631,0 636,0 636,3 523,0 616,0 627,1

    1) Vergleichbarkeit zu den Vorjahren bei den Getreidepositionen eingeschränkt.

    Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Besondere Ernte- und Qualitätsermittlungen (Reihe Daten-Analysen); Statistisches Bundesamt: Wachstum und Ernte - Feldfrüchte - Vorjahre und 2021

  • Körnersonnenblumen

    In keinem anderen Bundesland werden mehr Körnersonnenblumen angebaut als in Brandenburg. (2021: 13.100 Hektar). Diese Fläche entspricht fast 35 Prozent der gesamten Körnersonnenblumen-Anbaufläche Deutschlands sowie 30 Prozent der Gesamternte Deutschlands. Biomassesonnenblumen ergänzen das Anbauspektrum der Energiepflanzen für Biogasanlagen. Da schnell erwärmbare Böden mit Temperaturen größer 8 Grad Celsius einen zügigen und einheitlichen Auflauf der Sonnenblumen gewährleisten, sind bei ausreichendem Wasserangebot in der Vegetation Brandenburger Standorte durchaus gut geeignet, was auf den leichten Böden bei Körnersonnenblumen vor allem auch auf die Wettbewerbsfähigkeit zum Rapsanbau zurückzuführen ist.   

    Feldfrüchte: Ernte Ölfrüchte Sonnenblumen 2021  
      Land    Anbaufläche Ertrag je Hektar Erntemenge
     Merkmal 1.000 Hektar Dezitonnen 1.000 Tonnen 
    Deutschland 38,3 26,1  99,7
    Baden-Württemberg 2,6 32 8,4
    Bayern 6,4 26,3 16,8
    Brandenburg 13,1 22,6 29,4
    Mecklenburg-Vorpommern 2,1 / /
    Niedersachsen 0,8 28 2,2
    Nordrhein-Westfalen 0,2 / /
    Rheinland-Pfalz 0,4 / /
    Saarland .  / .
    Sachsen 2,3 28,9 6,6
    Sachsen-Anhalt  8,1 29,5 23,9
    Schleswig-Holstein 0  / /
    Thüringen 1,9 31,2 5,8
    . = Information nicht ausreichend geklärt oder geheim zu halten.

    / = kein Anbau

    Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, R 3.2.1: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei/ Wachstum und Ernte - Feldfrüchte 2021
                        

    In keinem anderen Bundesland werden mehr Körnersonnenblumen angebaut als in Brandenburg. (2021: 13.100 Hektar). Diese Fläche entspricht fast 35 Prozent der gesamten Körnersonnenblumen-Anbaufläche Deutschlands sowie 30 Prozent der Gesamternte Deutschlands. Biomassesonnenblumen ergänzen das Anbauspektrum der Energiepflanzen für Biogasanlagen. Da schnell erwärmbare Böden mit Temperaturen größer 8 Grad Celsius einen zügigen und einheitlichen Auflauf der Sonnenblumen gewährleisten, sind bei ausreichendem Wasserangebot in der Vegetation Brandenburger Standorte durchaus gut geeignet, was auf den leichten Böden bei Körnersonnenblumen vor allem auch auf die Wettbewerbsfähigkeit zum Rapsanbau zurückzuführen ist.   

    Feldfrüchte: Ernte Ölfrüchte Sonnenblumen 2021  
      Land    Anbaufläche Ertrag je Hektar Erntemenge
     Merkmal 1.000 Hektar Dezitonnen 1.000 Tonnen 
    Deutschland 38,3 26,1  99,7
    Baden-Württemberg 2,6 32 8,4
    Bayern 6,4 26,3 16,8
    Brandenburg 13,1 22,6 29,4
    Mecklenburg-Vorpommern 2,1 / /
    Niedersachsen 0,8 28 2,2
    Nordrhein-Westfalen 0,2 / /
    Rheinland-Pfalz 0,4 / /
    Saarland .  / .
    Sachsen 2,3 28,9 6,6
    Sachsen-Anhalt  8,1 29,5 23,9
    Schleswig-Holstein 0  / /
    Thüringen 1,9 31,2 5,8
    . = Information nicht ausreichend geklärt oder geheim zu halten.

    / = kein Anbau

    Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, R 3.2.1: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei/ Wachstum und Ernte - Feldfrüchte 2021
                        

  • Süßlupine

    Der Anbau der Lupinen ist im Gegensatz zu den anderen Körnerleguminosen sehr stark regional konzentriert, und zwar in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Es sind dies die Regionen mit hohem Anteil an Sandböden mit niedrigem pH-Wert (gering sauer), an die die Lupinenarten besonders gut angepasst sind. Ursprünglich wurde dort überwiegend die Gelbe Lupine angebaut. Bedingt durch ihre hohe Anfälligkeit für Anthraknose ist die Gelblupine aber heute fast vollständig durch bitterstoffarme Sorten der Blauen Lupine ersetzt worden. Das hohe Ertragspotenzial der Blauen Lupine, die unkomplizierte Anbautechnologie und die vielseitige Anpassungsfähigkeit an Boden und Klima werden dieser neuen Kulturpflanze in Deutschland weitere Anbaugebiete erschließen. Wegen des hohen Eiweißgehaltes eignen sich die Samen der Lupinen gut zur Proteinergänzung in Mischfuttermitteln für monogastrische Nutztiere (Schweine und Geflügel) und Wiederkäuer. Der Eiweißgehalt ist abhängig von der Art, der Sorte, dem Standort und dem Erntejahr. Selbst bei der gleichen Sorte kann der Gehalt in einem Anbaujahr standortbedingt um bis zu 8 Prozentpunkte schwanken. Im Gegensatz zu den anderen großkörnigen Le12 guminosen Ackerbohne und Erbse enthalten Lupinen wenig Stärke und verdrängen somit kein preiswertes Getreide aus den Futtermischungen.

    In Brandenburg waren 2021 rund 26 Prozent der deutschlandweiten Anbaufläche zu finden. Rund 11 Prozent der Gesamternte Deutschlands wurde hier geerntet. Brandenburg ist auch das einzige Bundesland, in dem beim Anbau der großkörnigen Leguminosen die Süßlupinen dominieren (nach Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung).

    Feldfrüchte: Ernte Grünland (Hülsenfrüchte) Süßlupine 2021
    Land  Anbaufläche Ertrag je Hektar Erntemenge
    1.000 Hektar Dezitonnen 1.000 Tonnen
    Deutschland 29,0 18,4 53,4
    Baden-Württemberg 0,6 29,7 6,0
    Bayern 2,2 27,1 6,0
    Brandenburg 7,6 7,8 11,0
    Hessen 1,1 33,5 3,6
    Mecklenburg-Vorpommern 7,8 17,2 13,4
    Niedersachsen 1,5 34,7 5,3
    Nordrhein-Westfalen 0,9 26,5 2,5
    Rheinland-Pfalz 0,3 / /
    Saarland  0,0 / /
    Sachsen 2,6 23,6 6,2
    Sachsen-Anhalt 3,2 13,1 4,2
    Schleswig-Holstein 0,5 34,1 1,7
    Thüringen 0,7 28,3 1,9

    . = Information nicht ausreichend geklärt oder geheim zu halten.

    / = kein Anbau

    Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, R 3.2.1 : Land- und Forstwirtschaft, Fischerei / Wachstum und Ernte - Feldfrüchte - 2021

    Der Anbau der Lupinen ist im Gegensatz zu den anderen Körnerleguminosen sehr stark regional konzentriert, und zwar in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Es sind dies die Regionen mit hohem Anteil an Sandböden mit niedrigem pH-Wert (gering sauer), an die die Lupinenarten besonders gut angepasst sind. Ursprünglich wurde dort überwiegend die Gelbe Lupine angebaut. Bedingt durch ihre hohe Anfälligkeit für Anthraknose ist die Gelblupine aber heute fast vollständig durch bitterstoffarme Sorten der Blauen Lupine ersetzt worden. Das hohe Ertragspotenzial der Blauen Lupine, die unkomplizierte Anbautechnologie und die vielseitige Anpassungsfähigkeit an Boden und Klima werden dieser neuen Kulturpflanze in Deutschland weitere Anbaugebiete erschließen. Wegen des hohen Eiweißgehaltes eignen sich die Samen der Lupinen gut zur Proteinergänzung in Mischfuttermitteln für monogastrische Nutztiere (Schweine und Geflügel) und Wiederkäuer. Der Eiweißgehalt ist abhängig von der Art, der Sorte, dem Standort und dem Erntejahr. Selbst bei der gleichen Sorte kann der Gehalt in einem Anbaujahr standortbedingt um bis zu 8 Prozentpunkte schwanken. Im Gegensatz zu den anderen großkörnigen Le12 guminosen Ackerbohne und Erbse enthalten Lupinen wenig Stärke und verdrängen somit kein preiswertes Getreide aus den Futtermischungen.

    In Brandenburg waren 2021 rund 26 Prozent der deutschlandweiten Anbaufläche zu finden. Rund 11 Prozent der Gesamternte Deutschlands wurde hier geerntet. Brandenburg ist auch das einzige Bundesland, in dem beim Anbau der großkörnigen Leguminosen die Süßlupinen dominieren (nach Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung).

    Feldfrüchte: Ernte Grünland (Hülsenfrüchte) Süßlupine 2021
    Land  Anbaufläche Ertrag je Hektar Erntemenge
    1.000 Hektar Dezitonnen 1.000 Tonnen
    Deutschland 29,0 18,4 53,4
    Baden-Württemberg 0,6 29,7 6,0
    Bayern 2,2 27,1 6,0
    Brandenburg 7,6 7,8 11,0
    Hessen 1,1 33,5 3,6
    Mecklenburg-Vorpommern 7,8 17,2 13,4
    Niedersachsen 1,5 34,7 5,3
    Nordrhein-Westfalen 0,9 26,5 2,5
    Rheinland-Pfalz 0,3 / /
    Saarland  0,0 / /
    Sachsen 2,6 23,6 6,2
    Sachsen-Anhalt 3,2 13,1 4,2
    Schleswig-Holstein 0,5 34,1 1,7
    Thüringen 0,7 28,3 1,9

    . = Information nicht ausreichend geklärt oder geheim zu halten.

    / = kein Anbau

    Quelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, R 3.2.1 : Land- und Forstwirtschaft, Fischerei / Wachstum und Ernte - Feldfrüchte - 2021
  • Spargel

    Die größten Anbauflächen für Spargel im Ertrag befinden sich in Niedersachsen (4.699 Hektar), Nordrhein-Westfalen (3.957 Hektar) und Brandenburg (3.873 Hektar). Bayern hat hier aufgeschlossen (3.144 Hektar). Die "ersten" vier Bundesländer verfügen über rund 70 Prozent der gesamten deutschen Spargelfläche und fast 73 Prozent der Erntemenge. Brandenburg hatte 2021 deutschlandweit die zweithöchste Erntemenge.

    Anbau und Ernte von Gemüse
    Betriebe, Ernteflächen und -mengen von Spargel 2021
    Spargel im Ertrag
    Betriebe Fläche Erntemenge
    Zahl in Hektar in Tonnen
    Deutschland 1.574 22.283,0 119.268,0
    Baden-Württemberg 266 2.159,6 10.077,8
    Bayern 299 3.144,2 20.103,7
    Brandenburg 86 3.873,2 21.110,5
    Hessen 117 1.774,8 9.580,1
    Mecklenburg-Vorpommern 15 165,5 648,0
    Niedersachsen 260 4.698,8 25.556,5
    Nordrhein-Westfalen 295 3.957,4 19.972,3
    Rheinland-Pfalz 117 1.233,6 5.902,8
    Saarland 4 . 153,9
    Sachsen 22 . 517,4
    Sachsen-Anhalt 33 432,9 1.844,9
    Schleswig-Holstein 44 376,8 1.929,0
    Thüringen 16 267,0 1.781,1
    ( - ) = Nichts vorhanden
    ( • ) = Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
    Quelle: Statistisches Bundesamt, Gemüseerhebung, Fachserie 3, Reihe 3.1.3, 2021

    Die größten Anbauflächen für Spargel im Ertrag befinden sich in Niedersachsen (4.699 Hektar), Nordrhein-Westfalen (3.957 Hektar) und Brandenburg (3.873 Hektar). Bayern hat hier aufgeschlossen (3.144 Hektar). Die "ersten" vier Bundesländer verfügen über rund 70 Prozent der gesamten deutschen Spargelfläche und fast 73 Prozent der Erntemenge. Brandenburg hatte 2021 deutschlandweit die zweithöchste Erntemenge.

    Anbau und Ernte von Gemüse
    Betriebe, Ernteflächen und -mengen von Spargel 2021
    Spargel im Ertrag
    Betriebe Fläche Erntemenge
    Zahl in Hektar in Tonnen
    Deutschland 1.574 22.283,0 119.268,0
    Baden-Württemberg 266 2.159,6 10.077,8
    Bayern 299 3.144,2 20.103,7
    Brandenburg 86 3.873,2 21.110,5
    Hessen 117 1.774,8 9.580,1
    Mecklenburg-Vorpommern 15 165,5 648,0
    Niedersachsen 260 4.698,8 25.556,5
    Nordrhein-Westfalen 295 3.957,4 19.972,3
    Rheinland-Pfalz 117 1.233,6 5.902,8
    Saarland 4 . 153,9
    Sachsen 22 . 517,4
    Sachsen-Anhalt 33 432,9 1.844,9
    Schleswig-Holstein 44 376,8 1.929,0
    Thüringen 16 267,0 1.781,1
    ( - ) = Nichts vorhanden
    ( • ) = Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
    Quelle: Statistisches Bundesamt, Gemüseerhebung, Fachserie 3, Reihe 3.1.3, 2021
  • Gurken

    Bundesweit liegt Brandenburg 2021 im Anbau von Einlegegurken (591 Hektar/31 Prozent) deutlich hinter Bayern (945 Hektar/50 Prozent) auf Platz 2. Einlegegurken sind nach dem Spargel insbesondere im Wirtschaftsraum Spreewald unverändert eine der wichtigsten Kulturen im Gemüseanbau des Landes. Aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse schwanken die Anbauergebnisse auch in beträchtlichen Größenordnungen und die Entwicklung ist tendenziell rückläufig. Gurken unter Glas Anbau sind sichere Ausweich-Varianten. Die Auswahl geeigneter Sorten ist ebenfalls entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Kultur.

    Gurkenanbau im Freiland mit Erntemengen und Anbauflächen
    Gemüseart 2012¹ 2015¹ 20181 20191 20201 20211 2012¹ 2015¹ 20181 20191 20201 20211
    Tonnen Hektar
    Land Brandenburg
    Einlegegurken  52.351 37.072 33.066 30.616 21.636 30.054 758,3 549,1 504,6 505,4 507,9 591,3
    Salatgurken   3.078 3.048 2.364 1.494 2.628 72,3 88,2 61,8 50,9 88,6
    Deutschland
    Einlegegurken Vorjahre hier nicht ausgewiesen 149.084 171.059 Vorjahre hier nicht ausgewiesen 1.759 1.887
    Salatgurken Vorjahre hier nicht ausgewiesen 4.630 4.699 Vorjahre hier nicht ausgewiesen 149 146

    • = Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
    Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (AfS), Gemüseerhebung 2021; Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, Reihe 3.1.3, Gemüseerhebung 2021
    1 eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahren aufgrund methodischer Veränderungen (siehe Vorbemerkungen)

    Bundesweit liegt Brandenburg 2021 im Anbau von Einlegegurken (591 Hektar/31 Prozent) deutlich hinter Bayern (945 Hektar/50 Prozent) auf Platz 2. Einlegegurken sind nach dem Spargel insbesondere im Wirtschaftsraum Spreewald unverändert eine der wichtigsten Kulturen im Gemüseanbau des Landes. Aufgrund ungünstiger Wetterverhältnisse schwanken die Anbauergebnisse auch in beträchtlichen Größenordnungen und die Entwicklung ist tendenziell rückläufig. Gurken unter Glas Anbau sind sichere Ausweich-Varianten. Die Auswahl geeigneter Sorten ist ebenfalls entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg dieser Kultur.

    Gurkenanbau im Freiland mit Erntemengen und Anbauflächen
    Gemüseart 2012¹ 2015¹ 20181 20191 20201 20211 2012¹ 2015¹ 20181 20191 20201 20211
    Tonnen Hektar
    Land Brandenburg
    Einlegegurken  52.351 37.072 33.066 30.616 21.636 30.054 758,3 549,1 504,6 505,4 507,9 591,3
    Salatgurken   3.078 3.048 2.364 1.494 2.628 72,3 88,2 61,8 50,9 88,6
    Deutschland
    Einlegegurken Vorjahre hier nicht ausgewiesen 149.084 171.059 Vorjahre hier nicht ausgewiesen 1.759 1.887
    Salatgurken Vorjahre hier nicht ausgewiesen 4.630 4.699 Vorjahre hier nicht ausgewiesen 149 146

    • = Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten
    Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (AfS), Gemüseerhebung 2021; Statistisches Bundesamt, Fachserie 3, Reihe 3.1.3, Gemüseerhebung 2021
    1 eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den Vorjahren aufgrund methodischer Veränderungen (siehe Vorbemerkungen)

  • Sanddorn und Aroniabeeren

    Sanddorn

    Brandenburg und Berlin mit den Partnern in Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt gehören in der weltweiten Sanddornverarbeitung zu den meistbesuchten Ländern. Aus aller Welt kommen Experten hierher, um sich über den neuesten Stand in Sachen Züchtung, Anbau, Ernte und Verarbeitung auszutauschen. Nirgendwo in Europa wird heute mit rund 320 Hektar so viel Sanddorn angebaut wie in Brandenburg. 50 Prozent der bundesweiten Ernte stammt von hier. Im Laufe der Jahre haben sich hier Sanddornspezialisten in Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu einem einzigartigen Netzwerk zusammengefunden. Vom Anbau bis zum marktreifen Produkt werden alle Facetten der Wertschöpfungskette in unserer Region abgedeckt. Gerade die Erfahrungen im Plantagenanbau und bei Produktinnovationen sind für viele Sanddorn-Anbauer aus anderen Ländern von großem Interesse.

    Betriebe mit Sanddornanbau 2021 nach Anbaufläche und Erntemenge, Strauchbeerenart und Art der Bewirtschaftung
    Region Art Betriebe Anbaufläche in Hektar Erntemenge in Dezitonnen
    Deutschland Sanddorn (abgeerntet) 14 228 7.404
    Sanddorn (nicht abgeerntet) 25 471 X
    Brandenburg Sanddorn (abgeerntet) 4 122 3.760
    Sanddorn (nicht abgeerntet) 8 195 X

    Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2022 - Strauchbeerenanbau und Ernte 2021

     

    Aronia

    Neben Sanddorn ist Aronia – auch als Apfelbeere bekannt – im Kommen. Aronia gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Durch Züchtung wurden verschiedene Kultursorten der Aronia entwickelt. Die Kultursorten haben meist größere Beeren, die weniger Gerbsäure enthalten und wesentlich milder schmecken. Brandenburg verfügt mit über 200 Hektar über die größte Anbaufläche Deutschlands.

    Die von Aronia entwickelten Flavonoide gelten als hochwirksame Radikalfänger. Freie Radikale wiederum gelten als Auslöser zahlreicher Krebserkrankungen sowie Arteriosklerose und der Alzheimer Krankheit.

    Die Beeren enthalten weiterhin zahlreiche Vitamine: B1, B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5, B6, B7, B9 (Folsäure) und B12. Der Anteil der fettlöslichen Vitamine in Aronia besteht aus Vitamin A, Vitamin E und Vitamin K sowie dem Provitamin A. An Mineralien sind vor allem Eisen und Jod zu nennen.

    Das ebenfalls enthaltene Phenol ist ein hochwirksamer Inhaltsstoff zur Entgiftung des Körpers. Er hat die Eigenschaft, aggressive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle an sich zu binden, weshalb beispielsweise in der Fachliteratur bei Belastungen durch Metalle (zum Beispiel Blei, Quecksilber, Amalgam) Phenol-Zugaben empfohlen werden.

    Betriebe mit Aroniabeerenanbau 2021 nach Anbaufläche und Erntemenge
    Bundesland Betriebe (Anzahl) Anbaufläche in Hektar Erntemenge in Dezitonnen
    Deutschland 177 1.016 33.641
    Brandenburg 10 201

    Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2022 - Strauchbeerenanbau und Ernte 2021

    • Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten

    Sanddorn

    Brandenburg und Berlin mit den Partnern in Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt gehören in der weltweiten Sanddornverarbeitung zu den meistbesuchten Ländern. Aus aller Welt kommen Experten hierher, um sich über den neuesten Stand in Sachen Züchtung, Anbau, Ernte und Verarbeitung auszutauschen. Nirgendwo in Europa wird heute mit rund 320 Hektar so viel Sanddorn angebaut wie in Brandenburg. 50 Prozent der bundesweiten Ernte stammt von hier. Im Laufe der Jahre haben sich hier Sanddornspezialisten in Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu einem einzigartigen Netzwerk zusammengefunden. Vom Anbau bis zum marktreifen Produkt werden alle Facetten der Wertschöpfungskette in unserer Region abgedeckt. Gerade die Erfahrungen im Plantagenanbau und bei Produktinnovationen sind für viele Sanddorn-Anbauer aus anderen Ländern von großem Interesse.

    Betriebe mit Sanddornanbau 2021 nach Anbaufläche und Erntemenge, Strauchbeerenart und Art der Bewirtschaftung
    Region Art Betriebe Anbaufläche in Hektar Erntemenge in Dezitonnen
    Deutschland Sanddorn (abgeerntet) 14 228 7.404
    Sanddorn (nicht abgeerntet) 25 471 X
    Brandenburg Sanddorn (abgeerntet) 4 122 3.760
    Sanddorn (nicht abgeerntet) 8 195 X

    Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2022 - Strauchbeerenanbau und Ernte 2021

     

    Aronia

    Neben Sanddorn ist Aronia – auch als Apfelbeere bekannt – im Kommen. Aronia gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Durch Züchtung wurden verschiedene Kultursorten der Aronia entwickelt. Die Kultursorten haben meist größere Beeren, die weniger Gerbsäure enthalten und wesentlich milder schmecken. Brandenburg verfügt mit über 200 Hektar über die größte Anbaufläche Deutschlands.

    Die von Aronia entwickelten Flavonoide gelten als hochwirksame Radikalfänger. Freie Radikale wiederum gelten als Auslöser zahlreicher Krebserkrankungen sowie Arteriosklerose und der Alzheimer Krankheit.

    Die Beeren enthalten weiterhin zahlreiche Vitamine: B1, B2 (Riboflavin), B3 (Niacin), B5, B6, B7, B9 (Folsäure) und B12. Der Anteil der fettlöslichen Vitamine in Aronia besteht aus Vitamin A, Vitamin E und Vitamin K sowie dem Provitamin A. An Mineralien sind vor allem Eisen und Jod zu nennen.

    Das ebenfalls enthaltene Phenol ist ein hochwirksamer Inhaltsstoff zur Entgiftung des Körpers. Er hat die Eigenschaft, aggressive Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle an sich zu binden, weshalb beispielsweise in der Fachliteratur bei Belastungen durch Metalle (zum Beispiel Blei, Quecksilber, Amalgam) Phenol-Zugaben empfohlen werden.

    Betriebe mit Aroniabeerenanbau 2021 nach Anbaufläche und Erntemenge
    Bundesland Betriebe (Anzahl) Anbaufläche in Hektar Erntemenge in Dezitonnen
    Deutschland 177 1.016 33.641
    Brandenburg 10 201

    Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2022 - Strauchbeerenanbau und Ernte 2021

    • Zahlenwert unbekannt oder geheim zu halten

  • Kulturheidelbeeren

    Kulturheidelbeeren haben helles Fruchtfleisch. Nur die feste Schale ist blau. Sie sind größer als Waldheidelbeeren, süßer und haben nur wenige Kerne. Kulturheidelbeeren stellen jedoch die gleichen Ansprüche an Boden und Witterung wie die Waldheidelbeeren. Sie gedeihen nur auf lockeren, sauren, nährstoffarmen Sand- oder Moorböden und brauchen viel Sonne. Die Beeren sind nicht nur gut haltbar, vielseitig verwendbar und sehr schmackhaft, sie verfügen auch über sehr viele gesundheitsfördernde Eigenschaften und sind zudem noch kalorienarm und vitaminreich.

    Brandenburg hat sich mit rund 415 Hektar im Anbau und einer Erntemenge von rund 18.200 Dezitonnen im Jahr 2021 auf den 2. Rang zusammen mit Nordrhein-Westfalen (19.100 Dezitonnen) "vorgearbeitet". Nur Niedersachsen verfügt über wesentlich mehr Fläche (rund 2.100 Hektar) und bringt fast 104.000 Dezitonnen auf den Markt.

    Betriebe mit Anbau von Kulturheidelbeeren 2021
    Bundesland Betriebe Anbaufläche Ertrag je Hektar Erntemenge
    Anzahl Hektar Dezitonnen Dezitonnen
    Deutschland 471 3.364 46,5 156.421
    Baden-Wüttemberg 86 78 35.9 2.801
    Bayern 61 127 25,8 5.846
    Brandenburg 24 415 43,9 18.233
    Hessen 15 41 . .
    Mecklenburg-Vorpommern 6 6 19,5 113
    Niedersachsen 162 2.087 49,6 103.539
    Nordrhein-Westfalen 66 364 52,4 19.064
    Rheinland-Pfalz . . 37,1 .
    Sachsen 14 30 27,4 826
    Sachsen-Anhalt 6 12 30,9 382
    Schleswig-Holstein 19 71 26,2 1.860
    Thüringen _ _ _ _

    . = Information nicht ausreichend geklärt oder geheim zu halten.

    _ = kein Anbau

    Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2022, Strauchbeerenanbau und -ernte 2021

    Kulturheidelbeeren haben helles Fruchtfleisch. Nur die feste Schale ist blau. Sie sind größer als Waldheidelbeeren, süßer und haben nur wenige Kerne. Kulturheidelbeeren stellen jedoch die gleichen Ansprüche an Boden und Witterung wie die Waldheidelbeeren. Sie gedeihen nur auf lockeren, sauren, nährstoffarmen Sand- oder Moorböden und brauchen viel Sonne. Die Beeren sind nicht nur gut haltbar, vielseitig verwendbar und sehr schmackhaft, sie verfügen auch über sehr viele gesundheitsfördernde Eigenschaften und sind zudem noch kalorienarm und vitaminreich.

    Brandenburg hat sich mit rund 415 Hektar im Anbau und einer Erntemenge von rund 18.200 Dezitonnen im Jahr 2021 auf den 2. Rang zusammen mit Nordrhein-Westfalen (19.100 Dezitonnen) "vorgearbeitet". Nur Niedersachsen verfügt über wesentlich mehr Fläche (rund 2.100 Hektar) und bringt fast 104.000 Dezitonnen auf den Markt.

    Betriebe mit Anbau von Kulturheidelbeeren 2021
    Bundesland Betriebe Anbaufläche Ertrag je Hektar Erntemenge
    Anzahl Hektar Dezitonnen Dezitonnen
    Deutschland 471 3.364 46,5 156.421
    Baden-Wüttemberg 86 78 35.9 2.801
    Bayern 61 127 25,8 5.846
    Brandenburg 24 415 43,9 18.233
    Hessen 15 41 . .
    Mecklenburg-Vorpommern 6 6 19,5 113
    Niedersachsen 162 2.087 49,6 103.539
    Nordrhein-Westfalen 66 364 52,4 19.064
    Rheinland-Pfalz . . 37,1 .
    Sachsen 14 30 27,4 826
    Sachsen-Anhalt 6 12 30,9 382
    Schleswig-Holstein 19 71 26,2 1.860
    Thüringen _ _ _ _

    . = Information nicht ausreichend geklärt oder geheim zu halten.

    _ = kein Anbau

    Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2022, Strauchbeerenanbau und -ernte 2021
Letzte Aktualisierung: 14.06.2022
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